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Katalogkategorien

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonien und Konzerte:
Konzert für Flöte und Harfe
Klavierkonzert Nr. 24
Klarinettenkonzert A-dur
Symphonien 29, 33, 35

Hubert Barwahser, Flöte
Phia Berghout, Harfe
Kathleen Long, Klavier
Bram de Wilde, Klarinette
London Philharmonic Orchestra (Symph. 35)
Concertgbouworkest, Eduard van Beinum

Eloquence ELQ4825525, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 18.10.2017, 0028948255252

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war Eduard van Beinum Chefdirigent des Concertgebouworkest in Amsterdam. Und mit dieser Doppel-CD sind erstmals all seine Studioproduktionen mit Werken Mozarts vereint zu hören. Stets ging ihm Wärme vor Klarheit (wie auch manchen seiner Musiker). Die Symphonie Nr. 33 gehörte zu seinen absloluten Lieblingen, die er immer wieder aufführte. Bei dieser Aufnahme von 1951 ist zu beobachten, wie ein höchst präzises Orchesterlegato ganz entspannt durchgehalten wird - bis in das Finale im opera buffa-Stil. Die Solisten der Konzerte (außer Kathleen Long) waren die Stimmführer ihrer Instrumente im Orchester, woraus ein bemerkenswert kollegiales Zusammenspiel bei diesen Aufnahmen im Mai und Juni 1957 resultierte – es waren die letzten Mozart-Aufnahmen van Beinums, der zwei Jahre später starb.

 

 

 

Hector Berlioz

Symphonie fantastique, op. 14
Ouverture “Le Carnaval romain”, op. 9
La Damnation de Faust, op. 24 (Auszüge)

Concertgebouworkest, Eduard van Beinum

Eloquence ELQ4825569, Preiscode: BL, VÖ: 18.10.2017, 0028948255696

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war Eduard van Beinum Chefdirigent des Concertgebouworkest in Amsterdam. Sein positiver Einfluss auf das Orchester, den er mit seinem warmen, emphatischen Führungsstil einbrachte, ist nicht zu überschätzen. Er verstand sich stets als „Erster unter Gleichen“, und diese Einstellung macht sich auch in den vorliegenden Berlioz-Aufnahmen von 1951 positiv bemerkbar. Es wird deutlich, dass Berlioz bei aller romantischen Attitüde in gewisser Hinsicht doch immer noch ein Klassizist war.

 

 

 

Karel Ancerl: Die Philips-Aufnahmen

Dvorak: Smyphonie Nr. 9 / Slawische Tänze op. 46
Smetana: Vitava (aus Mein Heimatland)
Tschaikowski: Ouvertüre Romeo und Julia / Slawischer Marsch op. 31 / Symphonie Nr. 4 op. 36 / Ouvertüre 1812 op. 49 / Schwanensee op. 20/ Die schlafende Shöne op. 66a / Nußknackersuite op. 71a

Wiener Symphoniker, Karel Ancerl

Eloquence ELQ4827353, Preiscode: DC (3 CD), VÖ: 18.10.2017, 0028948273539

Bekannt sind Ancerls zahlreiche Aufnahmen auf Supraphon mit der Tschechischen Philharmonie, schon weniger bekannt die Aufnahmen, die er später im kanadischen Exil machte. Und die kurze, aber höchst produktive Zusammenarbeit mit dem Wiener Symphonieorchester ist so gut wie vergessen. Dabei entstanden in nur einem Jahr zwischen Februar 1958 und Februar 1959 nicht weniger als vier LPs für Philips, hier komplett auf dieser Box vereint. Es sind interessante Beiträge zum Verständnis dieses ungewöhnlich warmherzigen Musikers. Selbst hartgesottene Orchestermusiker verstand der humorvolle und charmante Dirigent zu begeistern.

 

 

 

Daniel-François-Esprit Auber

Arien und Orchesterwerke:
Arien aus “Le Cheval de Bronze”, “La Muette de Portici”, “Manon Lescaut”, “Fra Diavolo”, “L’Ambassadrice”
Ouvertüren “Marco Spada”, “La Neige”, “Lestocq”
Pas classique, Marco Spada, Les Rendez-vous
Cellokonzert Nr. 1 A-dur

Huguette Tourangeau, Richard Conrad, Joan Sutherland, Angela Denning, Heather Begg, Anson Austin
Jascha Silberstein, Cello
L’Orchestre de la Suisse Romande
New Philharmonia Orchestra
London Symphony Orchestra
English Chamber Orchestra
Melbourne Symphony Orchestra
Richard Bonynge

Eloquence ELQ4827730, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 18.10.2017, 0028948277308

Auf speziellen Wunsch Richard Bonynges wurde dieses Portrait Daniel Aubers aus diversen Decca-Aufnahmen zusammengestellt, die mit Bonynge als Dirigenten zwischen 1964 und 1988 entstanden waren. Das Set dokumentiert die jahrelange Begleitung und Auseinandersetzung Bonynges mit dem Werk dieses so unterschätzten Komponisten. Mehr als jeder andere kann er das Verdienst für sich reklamieren, einen Musiker rehabilitiert zu haben, der sich zu Lebzeiten höchster Popularität erfreute und von Wagner und Berlioz bewundert wurde.

 

 

 

Daniel-François-Esprit Auber

Le Domino noir

Jo, Vernet, Ford, Power, Olmeda, Bastin, Lamprecht, Taillon, Cachemaille
London Voices
English Chamber Orchestra, Richard Bonynge

Eloquence ELQ4827742, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 18.10.2017, 0028948277421

Mehr als jeder andere kann Richard Bonynge das Verdienst für sich reklamieren, einen Musiker rehabilitert zu haben, der sich zu Lebzeiten höchster Popularität erfreute und von Wagner und Berlioz bewundert wurde. So sorgte er auch für die einzige Aufnahme einer vollständigen Auber-Oper: Le Domino noir. Es geht hier um eine amouröse Intrige im königlichen Madrid, die sich bühnenwirksam bei einem Maskenball und einem Konvent abspielt. Das Libretto kam von Eugène Scribe, der später auch mit Rossini, Bellini und Verdi zusammen arbeitete. Und die Musik dazu aus der Feder Aubers funkelt, ist hell und leicht, zugleich graziös und elegant. Für die Gesangssolisten schrieb er Parts voller Leichtigkeit und Grazie, wie sie nicht oft zu finden ist. Doch Bonynge gelang es, für die 1995 stattfindende Produktion ein adäquates Sängerensemble zusammen zu stellen.

 

 

 

Melbas Farewell

Dame Nellie Melbas Abschied von der Bühne

Dame Nellie Melba, Sopran

Eloquence ELQ4828093, Preiscode: BL, VÖ: 18.10.2017, 0028948280933

Das Album beginnt mit der Liveaufnahme von Melbas Abschiedskonzert am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, am 8. Juni 1926 – hunderte Auftritte hatte die weltberühmte Primadonna auf dieser Bühne in einem Zeitraum von 40 Jahren. Remastered hören wir Nellie Melba in den Rollen der Desdemona und Mimi, dazu Reden von Lord Stanley und Dame Nellie selbst, die in Tränen endet. Ergänzt wird dieses Zeitdokument durch frühere Studioaufnahmen mit Auszügen aus Opern von Gounod, Bemberg, Massenet, Puccini, Lotti, Tost und Burleigh, und den Beschluss macht Melbas letzte Aufnahme im November 1926: „Swing low, seet chariot“.

 

 

 

Cello Einsatz

Paul-Heinz Dittrich: Cello-Einsatz
Jörg Herchet: komposition für cello solo
Klaus Huber: Transpositio ad infinitum
Younghi Pagh-Paan: AA-Ga I
Ernst Helmuth Flammer: nach vorn... III

Matthias Lorenz, Cello

Querstand VKJK1620, Preiscode: CF, VÖ: 18.10.2017, 4025796016208

Fünf Stücke von fünf Komponisten, die untereinander alle auch persönlich verbunden sind: Klaus Huber und Younghi Pagh-Paan sind ein Paar, Ernst Helmuth Flammer hat bei Klaus Huber und Paul-Heinz Dittrich studiert, Jörg Herchet und er waren eine Zeit lang an der Musikhochschule in Dresden Kollegen.

Der Cellist Matthias Lorenz selbst kennt Paul-Heinz Dittrich am längsten, nämlich seit 1991, als er kurz nach der Wende zu einem Konzert nach Ostberlin eingeladen war. Klaus Huber ist er 1995 begegnet, mit Younghi Pagh-Paan hatte er 1997 den ersten Kontakt und nach seinem Umzug nach Dresden entstanden die Freundschaften zunächst zu Jörg Herchet und über ihn zu Ernst Helmuth Flammer.

Also eine rein privat motivierte Programmzusammenstellung? Natürlich spielt das (immer!) auch eine Rolle. Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, dass Lorenz alle fünf Stücke im Laufe der Zeit, seit der er sie spielt, nahe gekommen sind. Dabei sind die Werke – trotz aller persönlichen Verflechtungen – sehr unterschiedlich. Drei von ihnen sind ja praktisch gleichzeitig entstanden (Dittrich und Herchet 1975, Huber 1976), sie stellen aber drei sehr verschiedene Zugänge zum Komponieren dar. Und doch gibt es bei allen Differenzen eine Gemeinsamkeit: Alle fünf Komponisten streben keine Revolution an, ihre Stücke wurzeln im Boden der europäischen Tradition. Das kann bis zu einer „Quasi-Sarabande“ bei Dittrich, ausgedehnten Orgelpunkten bei Flammer oder dem Bedürfnis nach stärker persönlich geprägten Abschnitten bei Huber gehen. Andererseits bleibt keines der fünf Stücke dort stehen, sondern die Komponisten erweitern die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. So basiert etwa Herchets Stück ganz auf dem traditionellen „schönen“ Celloklang, der aber zunehmend von Abweichungen durchdrungen wird, bis diese gleichberechtigt neben dem Normalklang stehen können. Pagh-Paan verbindet koreanische Tradition mit europäischer Avantgarde und Flammer bettet in seine klare Struktur einen Parforceritt des Cellospiels ein. Letztgenanntes Stück steht als Ersteinspielung auf der CD.

 

 

 

Begegnungen

Werke von Johann Sebastian Bach, Niels Wilhelm Gade, Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph Gabriel Rheinberger

Albrecht Koch, Silbermann-Orgel im Freiberger Dom

Querstand VKJK1716, Preiscode: CF, VÖ: 18.10.2017, 4025796017168

Gottfried Silbermann als der größte Orgelbauer der Barockzeit mit einem doch konservativen Klangideal, daneben die Romantik als Epoche üppigen Klanges und emotionalen Überschwanges. Ein Widerspruch in sich? Nein, denn in der intensiven Beschäftigung mit den Orgeln Silbermanns zeigte sich dem Freiberger Domorganisten Albrecht Koch immer wieder eine große Affinität dieser Instrumente zur Musik der Romantik. Felix Mendelssohn Bartholdy oder Robert Schumann als deren Vertreter kannten und schätzten die „vortreffliche silbermannsche Orgel“ (so Schumann 1843 unter Bezugnahme auf die Freiberger Domorgel).

Das auf der vorliegenden CD, der zweiten Solo-CD Albrecht Kochs beim querstand-Label, eingespielte Programm nimmt folglich zwei Linien auf: Einerseits Werke von Johann Sebastian Bach, die in ihrem Pathos, ihrer musikalischen Intensität, tonalen Dichte und emotionalen Aussage durchaus mit der Romantik und deren gefühlsbetontem Denken in Verbindung gebracht werden können. Andererseits romantische Orgelwerke von Niels Wilhelm Gade, Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph Gabriel Rheinberger, die sich ohne Probleme (ob des passenden Klaviaturumfanges) auf der Großen Silbermann-Orgel des Freiberger Domes darstellen lassen.

 

 

 

Antonino Pasculli, der „Paganini der Oboe“

Konzert über Themen aus “La Favorita” von Donizetti
Omaggio a Bellini über Themen aus “Il Pirata” und “La Sonnambula”
Fantasia über Themen aus “Poliuto” von Donizetti
Etüde “Le Api” (“Die Bienen”)
Gran Concerto über Themen aus “I Vespri Siciliani” von Verdi

Omar Zoboli, Oboe und Englischhorn
Antonio Ballista, Pianoforte
Guliana Albisetti, Harfe

VDE Gallo GAL-CD-1483, Preiscode: CE, VÖ: 18.10.2017, 7619918148327

Die hier veröffentlichten Werke wurden 1981 im Auditorium des Radio Svizzera Italiana aufgenommen, damals als Weltersteinspielung, und 2017 remastered. Omar Zoboli hatte die längst verloren geglaubten Partituren teils von seinem ehemaligen Lehrer Heinz Holliger erhalten, teils in italienischen Bibliotheken gefunden. Bei Nachforschungen in Palermo hat er 1985 die beiden damals noch lebeneden Töchter Pascullis kennengelernt, die ihm Manuskripte und Instrumente schenkten. Pasculli (1842-1924) war einer der größten jemals in Erscheinung getretenen Oboenvirtuosen gewesen. Nach Reisen durch Italien, Deutschland und Österreich wurde er 1860 als Professor für Oboe und Englischhorn an das königliche Konservatorium von Palermo berufen, wo er bis 1913 tätig war.

 

 

 

Georg Friedrich Händel

Die 16 Orgelkonzerte

Guy Bovet, Orgel
Hadrien Jourdan, Cembalo
Orchestre des Jardins Musicaux, Valentin Reymond

VDE Gallo GAL-CD-1494, Preiscode: FC (3 CD), VÖ: 18.10.2017, 7619918149423

Guy Bovet war Organist der Kollegiatskirche in Neuchâtel und Professor für Orgelspiel an der Basler Musikakademie. Inzwischen hat er sich weltweit einen hervorragenden Ruf als Konzertorganist erarbeitet. Er gibt Meisterklassen, ist als Orgelsachverständiger zu Restaurationen und Neubauten unterwegs und ist Mitglied von Jurys internationaler Wettbewerbe. Daneben komponiert er (bisher rund 200 Werke) und hat über 50 CDs eingespielt. Die Orgel in der Kollegiatskirche in Neuchâtel, die hier zum Einsatz kommt, wurde 1996 von der Orgelmanufaktur Saint-Martin gebaut. Konzept und Disposition des Instruments stammen von Bovet; die viermanualige Orgel ist 11 Meter hoch, wiegt 11 Tonnen und kann auf einem Luftkissen durchs ganze Kirchenschiff bewegt werden.

 

 

 

Streichquartette

René Gerber: Streichquartette 2, 4 und 6
Ernest Bloch: Streichquartett Nr. 2

Quatuor Terpsicordes

VDE Gallo GAL-CD-1500, Preiscode: CE, VÖ: 18.10.2017, 7619918150023

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm das Musikleben in der französischsprachigen Schweiz einen rapiden Aufschwung, angeregt durch das Aufblühen sehr unterschiedlicher Komponisten. Es entstand zwar nicht so etwas wie eine „Schule“, aber viele musikalische Trends dieser Zeit wirken bis heute nach. Dabei war besonders kreativitätsfördernd die ständige Spannung zwischen dem deutschen und dem französischen Pol der Schweizer. Ernest Bloch, Frank Martin und Bernard Reichel tendierten dazu, einen Ausgleich zwischen den beiden Polen zu finden, während Aloys Fornerod, Pierre Wissmer oder René Gerber dazu tendierten, dem französischen Erbe von Fauré, Debussy oder Ravel zu folgen.

 

 

 

Klavierwerke von Rachmaninow und Skrjabin

Rachmaninow: Six Moments musicaux, op. 16 / Variationen über ein Thema von Corelli, op. 24
Alexander Skrjabin: Mazurken / Sonate Nr. 5 op. 53 / Sonate Nr. 9 op. 68

Maria Lagutina, Klavier

VDE Gallo GAL-CD-1502, Preiscode: CE, VÖ: 18.10.2017, 7619918150221

Die in Moskau geborene Pianistin begann mit 5 Jahren mit dem Klavierspiel; schon ein Jahr später hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt. Sie studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt, an dem sie später selbst 10 Jahre lang unterrichtete. Seit einer Einladung zur Mozarteum Sommerakademie in Salzburg entwickelte sich eine rege Konzerttätigkeit in Österreich, der Schweiz, Belgien, Frankreich und Deutschland, wo sie ihre zweite Heimat gefunden hat. Neben solistischen Auftritten mit Musik von Barock bis Moderne spielt sie auch viel Kammermusik und unterrichtet verstärkt seit 15 Jahren.

 

 

 

Eine Oboe im „Teatro degli affetti“

Barocke Oboenkonzerte von Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann, Johann Gottlieb Graun, Tomaso Albinoni

Otmar Zoboli, Oboe
Ensemble “Il Falcone”

VDE Gallo GAL-CD-1508, Preiscode: CE, VÖ: 18.10.2017, 7619918150825

Im Barock findet das große Theater eine Form, in der die Musik mit ihrem bedeutsamen Beitrag zur Inszenierung und Ausdeutung der Leidenschaften zunehmend Raum einnimmt. Zoboli fühlte sich durch das Studium dieser bekannten Oboenkonzerte zunehmend in die Rolle eines Mitwirkenden der „Commedia dell‘Arte“ versetzt, wurde gleichzeitig Schauspieler und Sänger. Das Orchester wird zur Bühne, schafft den Raum, in den die Geschichten und musikalischen Affekte dieser Konzerte projiziert werden. Diese Darstellungen der menschlichen Psyche, symbolischer Ausdruck ihrer Zeit, sprechen uns heute noch an.

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