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Muy Hermosa es María

Villancicos aus La Real Audencia de Quito (Ecuador, ca. 1700)

Música Temprana, Adrián Rodríguez Van der Spoel

Cobra COBRA0068, PC: CD, VÖ: 5.12.2018, 8713897904376

Die losen Manuskripte, die Jorge Isaac Cazorla im Archiv der Diözesianverwaltung von Ibarra fand, Villancicos aus dem späten 17. Jahrhundert, sind nur die Spitze des Eisbergs einer Produktion, die erstaunlich groß gewesen sein muss. Denn das historische Zentrum von Quito, von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt, birgt mit seinen 40 Kirchen, 16 Klöstern und mehr als 5000 historischen Gebäuden ein reiches musikalisches Erbe. Leider gingen schon viele Archive verloren durch Naturkatastrophen, aber auch durch Gleichgültigkeit. Die Villancicos, Vokalmusik mit instrumentaler Begleitung, stehen in der spanischen Tradition des 17. Jahrhunderts und beziehen sich unverkennbar auf Volksmusik. Die Ibarra-Manuskripte zeugen von einem reichen musikalischen Leben in den Klöstern; viele Texte wurden von Nonnen vertont (und gesungen). Denn die Manuskripte sprechen konstant von Frauen. Dem Ensemble ist es daher ein Anliegen, diesen anonym gebliebenen Komponistinnen mit dieser Einspielung zu der Beachtung zu verhelfen, die sie verdienen.

 

 

 

Eugène Bozza (1905-1991)

Le chant de la mine

Gosset, Laulan, Obrecht, Ottevaere, Kerckaert
Orchestre Valentiana, Nicolas Bucher

Indésens INDE120, PC: CE, VÖ: 5.12.2018, 3760039831439

Eugène Bozza, Sohn eines Italieners, studierte am Conservatoire de Paris und schloss 1924 im Fach Violine, 1930 im Fach Dirigieren und 1934 im Fach Komposition ab. Ebenfalls 1934 war er Träger des renommierten Prix de Rome mit seiner Kantate „Légende de Roukmani“. 1939 bis 1948 war er Dirigent an der Pariser Opéra Comique, danach Direktor des Konservatoriums in Valenciennes bis 1975. Bozza schrieb zahlreiche Werke für Kammermusik, besonders für Holzbläser. Die meisten kammermusikalischen Werke entstanden ab Mitte der 1950er Jahre, als Bozza Direktor des Konservatoriums von Valenciennes wurde. In seinem Werk klingen immer wieder Impressionen an die Landschaft der Provence an. Das 1956 geschriebene „Le Chant de la mine“ ist das erste Oratorium, das sich der Verehrung jener Männer widmet, die Tag für Tag unter Einsatz ihres Lebens  die Kohle aus den Bergwerken des Nordens förderten.

 

 

 

Poèmes

Gabriel Philippi: Poèmes
Maurice Ravel: Pavane pour une infante defunte
Gabriel Fauré: Papillon
Camille Saint-Saëns: Le Cygne
George Bizet: Carmen Fantaisie

Lilian Meurin, Euphonium
Victor Métral, Klavier

Indésens INDE121, PC: CE, VÖ: 5.12.2018, 3760039831446

Meurin wurde 1996 in Lille geboren. Mit 9 Jahren begann er, Euphonium zu lernen. Schon fünf Jahre später wurde er in das Conservatorium von Paris aufgenommen, das er mit Auszeichnung absolvierte.  Mittlerweile trat er schon in prestigeträchtigen Räumen auf (Salle Pleyel, Salle Gaveau, Theatre des Champs-Elysées, Birmingham Symphonic Hall, Royal Albert Hall usw.). Meurin ist Preisträger einiger nationaler und internationaler Wettbewerbe; 2016 gewann er den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb in Jeju, einem der berühmtesten Wettbewerbe für Euphonium. Der Künstler spielt auch das Saxhorn und interessiert sich besonders für die Kammermusik.

 

 

 

Trio Bohème: Die Jahreszeiten

Tschaikowsky: Die Jahreszeiten, op. 39
Piazzolla: Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires

Trio Bohème:
Lev Maslovsky, Violine
Igor Kiritchenko, Cello
Jasmina Kulaglich, Klavier

Calliope CAL1859, PC: CE, VÖ: 5.12.2018, 3760039836601

Eine sehr interessante Werkkombination – wer hätte gedacht, dass der sensible russische Stil Tschaikowsky, so voller Expression und feinen Nuancen, sein Echo in den seidigen, ebenfalls sensiblen, graziösen und doch gewichtigen „Vier Jahreszeiten“ Piazzollas findet? Dies ist nicht zuletzt das Verdienst der Bearbeiter Alexander Goedicke (Tschaikowsky) und José Bragato (Piazzolla), die diese Werke mit großer Sensibilität für Klaviertrio arrangiert haben.

 

 

 

Christian Wolff

Zwei Orchesterwerke:
John, David (1998)
Rhapsody (2009)

Robyn Schulkowsky, Percussion
SWR Sinfonieorchester, Lothar Zagrosek (John)
Ostravsky banda, Peter Kotik, Peter Rundel, Roland Kluttig (Rhapsody)

New World Records NWR80796, PC: CK, VÖ: 5.12.2018, 093228079620

Dies ist die erste CD, die sich Orchesterwerken von Christian Wolff (*1934) widmet und somit einen wenig beachteten Bereich seines Schaffens würdigt. Der betrachtet seine Musik selbst als „einen Mix aus Ives und Satie“. An Ives fasziniert ihn der Pragmatismus bei der Auswahl der Quellen, die Nutzung variierter Volksmusik und Hymnen. Der ungewöhnliche Bezug auf Ives und Satie macht seine Orchesterwerke bunt, indem die Abschnitte zwischen der Komplexität von Ives und der Einfachheit und Transparenz von Satie wechseln. Immer ist die Musik überraschend, ständig im Fluss und entzieht sich letztlich jeder Kategorisierung.

 

 

 

Clusters – amerikanische Klavierentdeckungen

Johanna Beyer: Clusters
Muhal Abrams: Etudes op. 1,1
Thomas Peterson: Reflection
Kris Davis: Eight Pieces
James Tenney: Variations in A
Daniel Goode: Sonata No. 1
David Mahler: Martin Bartlett at the Clarmeont Hotel; a song that will linger

Rory Cowal, Klavier

New World Records NWR80800, PC: CK, VÖ: 5.12.2018, 093228080022

Ersteinspielung

Rory Cowal ist ein innovativer Pianist, der gern mit Improvisationsformen experimentiert und eine Vorliebe für das Neue und Unkonventionelle hat. Das macht ihn natürlich besonders attraktiv vür Komponisten, die gerne die Grenzen zwischen Traditionen und Genres sprengen. As musikalischer Abenteurer zieht Cowal ungewöhnliche Projekte geradezu an. Die acht Werke auf dieser CD reflektieren diesen Willen zum Experiment. Sie entstanden zwischen 1931 und 2018, stammen also aus der Zeit des „Ultramodernismus“ bis zur Zeit des Einflusses digitaler Quellen auf den Kompositionsprozess.

 

 

 

Kyle Gann

Custer and Sitting Bull
Scenario
So Many Little Dyings

Kyle Gann, Stimme und Elektronik, Keyboard
Kenneth Patchen, Martha Herr, Stimme

New World Records NWR80801, PC: CK, VÖ: 5.12.2018, 093228080121

Die drei Werke auf dieser CD stammen aus der Dekade von 1994 bis 2004. Das Hauptwerk ist eine „Taschenoper“, Custer and Sitting Bull. Eine musikalische Reflektion des Zusammentreffens von Leutnant Colonel George Armstrong Custer und dem Häuptling der Lakota, Sitting Bull, in überarbeiteter Version. Entstanden war das Werk als Ein-Personen-Stück in den Weiten von Downtown Manhattan. Zwischen 1999 und 2007 führte Gann es selbst live auf; er erzählt das Drama unter Verwendung historischer Texte und eines MIDI-Keyboards. Der  Titel von „So Many Little Dyings“ ist ein Vers aus dem Gedicht „And what with the Blunders“ von Kenneth Patchen. Das Werk verwendet eine Rezitation des Dichters, die Gann sampelte und transkribierte. „Scenario“ schließlich ist Musik für einen Sopran und ein virtuelles Orchester.

 

 

 

Kate Soper (*1981)

Ipsa Dixit

The Wet Ink Ensemble

New World Records NWR80805, PC: EE (2 CD), VÖ: 5.12.2018, 093228080527

Ipsa dixit ist ein abendfüllendes kammermusikalisches sechsteiliges Theater für Gesang, Flöte, Violine und Percussion, das Musik und Sprache in hochvirtuoser Technik darstellt. „Ipsa dixit“ ist die feminisierte Form von „Ipse dixit“, „er selbst hat es gesagt“. Ein interessanter Titel für ein Werk, das gerade unzählige Möglichkeiten ausprobiert, die Wahrheit zu manipulieren durch Musik, durch Changieren der Bedeutung zwischen den beteiligten Musikern. Das Thema aller sechs Sätze ist unsere Unfähigkeit, mittels Sprache den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen.

 

 

 

Tango Jalousie, Hora staccato...

und andere dänische und rumänische Stücke von Gade, Enescu, Nielsen, Nottara, Porumbescu, Dimitrescu, Chiriac, Dinicu

Mihaela Oprea, Violine
Jakob Alsgaard Bahr, Klavier

Danacord DACOCD831, PC: CK, VÖ: 5.12.2018, 5709499831007

Die aus Rumänien stammende Geigerin ist Konzertmeisterin des Danish Philharmonic Orchestra. Über die Werkauswahl für diese CD sagt sie, sie sei sehr froh, jeweils sieben Virtuosenstücke aus den beiden Ländern gefunden zu haben, die ihr besonders nahe liegen, Rumänien und Dänemark. Und als besonders bedeutend empfand sie es, die in einem ihrer Meinung nach besten Konzertsäle Europas aufnehmen zu können, der Alsion Concert Hall.

 

 

 

Musik für Cello und Klavier

Schubert: Sonata arpeggione
Rachmaninoff: Sonate g-moll op. 19

Jonathan Swensen, Cello
Filip Strauch, Klavier

Danacord DACOCD834, PC: CK, VÖ: 5.12.2018, 5709499834008

Der Däne Swensen und der Slowake Strauch lernten sich 2014 an der Königlichen Musikakademie in Kopenhagen kennen. Seither haben sie in verschiedenen Ländern weltweit konzertiert und zwei Aufnahmen für das dänische Fernsehen gemacht.

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