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Neuheiten vom 26.4.2017

 

George Gershwin

Veröffentlichte Klavierwerke:
Songbook (1932); Three Preludes (1926); Transcriptions; Rialto Ripples (1917); Swiss Miss (1926); Two Waltzes in C (p. 1971); Rhapsody in Blue (Solo piano version 1924)

Maurizio Zaccaria, Klavier

Aevea AE17032, Preiscode: CD, VÖ: 26.4.2017, 0634065037260

Auch wer zum ersten Mal Gershwin hört, begreift nach einigen Sekunden intuitiv: das ist amerikanische Musik. Zwischen den beiden Weltkriegen war die vor allem vom Jazz geprägt, vom Ragtime, vom Blues, von der Musik der Vaudeville-Theater, die sich später zur höher ambitionierten Musik der Broadway Theater und Hollywood-Filme weiterentwickelte. In diesem Umfeld bewegte sich also Gerswhin und fühlte sich darin pudelwohl. Seine Klavierstücke sind meistens Transkriptionen bereits existierender Songs. Sie werden hier vorgetragen von Maurizio Zaccaria, der einen ganz besonderen Zugang zu dieser Musik hat. Von seinen Voraussetzungen her nämlich gar keinen. Er ist weder Jazzpianist, noch hatte er (bisher) physischen Kontakt zur amerikanischen Welt. Umso erstaunlicher ist sein meisterhafter Umgang mit dieser swingenden Musik, der scharf akzentuierenden Rhythmik. Seine Interpretationen sind der Beweis, dass es Gerswhin gelang, die Mauern zwischen Klassik und Popularmusik zu durchbrechen, die Gegensätze von notierter zu improvisierter Musik, zwischen Klassik und Jazz, zwischen weiß und schwarz, zwischen amerikanischem und europäischem kulturellem Erbe.

 

 

 

Widmung

Schumann/Liszt: Widmung
Skrjabin: Etüden op. 2,1; op. 8,2; 8,5; 8,8; 8,11; 8,12
Schubert/Liszt: Soirée de Vienne Nr. 6
Brahms: Intermezzi op. 118,1-6; 117,1-3

Kanade Joho, Klavier

Accelerando ACC01, Preiscode: CD, VÖ: 26.4.2017, 4251383400017

Franz Liszt, der größte Pianist seiner Zeit, revolutionierte nicht nur die Technik des Klavierspiels, sondern erweiterte auch das Ausdrucksspektrum des Instruments. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist Liszts Klavierfassung von Robert Schumanns Gedichtvertonung „Widmung“, mit der Kanade Joho ihr neues, gleichnamiges Album eröffnet. „Widmung“ ist Titel und im übertragenen Sinne Programm ihrer neuen CD, denn die Pianistin arbeitet in ihren Interpretationen Lisztscher Transkriptionen, einer Auswahl von Skrjabin-Etüden sowie der Intermezzi Johannes Brahms´ den lyrischen Gehalt dieser Werke heraus. Kanade Joho erweist sich dabei als eloquente Erzählerin, die dank ihrer makellosen, über sämtliche Schwierigkeiten erhabenen Technik hörbar macht, was die Komponisten zwischen die Notenzeilen schrieben. Unterstützt von der vorzüglichen Akustik des Gläsernen Saals/Magna Auditorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Musikverein), dem unvergleichlich lyrischen Klang eines Bösendorfer Imperial und einer durchweg audiophilen Produktion ist „Widmung“ von Kanade Joho ein Meisterstück hochromantischer Klavierkunst – für alle anspruchsvollen Musikgenießer.

 

 

 

from Inner Cities

Alvin Curran: Inner Cities 3, 5, 9
Manos Tsangaris: Beiläufige Miniaturen
Oxana Omelchuk: 5 Widmungen an die verborgenen Empfänger
Simon Rummel: Melodiestudie

Dorrit Bauerecker, Klavier, Akkordeon, Toy Piano

Kaleidos KAL63362, Preiscode: CE, VÖ: 26.4.2017, 4260164633629

Auf ihrem Konzeptalbum „from Inner Cities“ verbindet die Pianistin und Akkordeonistin Dorrit Bauerecker aktuelle Musik zeitgenössischer Komponisten aus drei Generationen. Drei Klavierstücke aus Alvin Currans Zyklus „Inner Cities“ bilden das programmatische Grüst, um das sich Kompositionen für Akkordeon (und Elektronik) von Manos Tsangaris, Oxana Omelchuk und Simon Rummel gruppieren, die wieder auf die „Inner Cities“ direkt oder indirekt reagieren. Currans Klavierstücke sind charakteristische Fantasiestücke, angeregt von Erinnerungen, Visionen, Alltagsphänomenen und (Tag-)Träumen. Dieser Ansatz trifft mitten ins Herz von Dorrit Bauereckers Selbstverständnis als Pinistin, Akkordeonistin und Performerin. Ohne Berührungsängste kombiniert sie in ihrem Programm „Ernstes“ und „Unterhaltendes“, bricht Genregrenzen auf, ohne demonstirativ auf Vermischung der Stile und Ästhetiken zu bestehen. Und so gibt es jähe Perspektivwechsel wie auch Verbindungslinien zwischen verschiedenen Erfahrungs- und Erlebnishorizonten. Die Wege beleuchten und bespiegeln sich, wodurch sich ihr Kontrast- und Facettenreichtung zu einem schillernden Strom der Farben, Formen und Emotionen, zu einem mosaikartigen Abbild des Lebens selbst verdichtet.

 

 

 

Kent Olofsson: Champs d‘Étoiles

Vocations I; Des Sommers Wochen standen still; Prelude to Silence; Éclat/Appel; Our Lady showed us sea of fire; Chemin de slience I; Interlude I: Pulsar Steps; Single Form u.a.

Lipparella

dbProductions DBCD178, Preiscode: CE, VÖ: 26.4.2017, 7393787171784

Dies ist das Debütalbum des Ensembles Lipparella, das sich aus einigen der besten schwedischen Musiker zusammensetzt: Mikael Bellini (Countertenor), Kerstin Fröndin (Blockflöten), Anna Lindal (Barockvioline), Louise Agnani (Viola da gamba) und Peter Söderberg (Theorbe). Sie führen das extensive Werk „Champs d‘Étoiles“ von Kent Olofs­son auf, eine musikalische Suite, die auf Texten und Gedanken zu einer Pilgerreise beruht und nach tieferen Einsichten in das zeitlose Mysterium der Menschlichkeit sucht. Das Gesamtwerk beschäftigt sich auch mit musikalischer Zeitlosigkeit und wurde 2016 mit einem der bedeutendsten schwedischen Musikpreise ausgezeichnet, dem Järnåker Scholarship.

 

 

 

Camilla Söderberg: Endless Games

Salopp; In der Nacht; Possession; Spa in Heaven; An Endless Game?; Born to Loneliness

Johannes Thorell, Saxophon
Magnus Sköld, Klavier
Sverrir Guðjónsson, Stimme
Camilla Söderberg, Tenorblockflöte

dbProductions DBCD181, Preiscode: CE, VÖ: 26.4.2017, 7393787171814

Dies ist Camilla Söderbergs erste CD, die sich zu 100% mit ihrer elektroakustischen Musik beschäftigt. Die in Schweden geborene Söderberg wuchs in Österreich auf. Nach Studien der Blockflöte und Elektroakustik in Wien und Basel lebte sie von 1980 bis 2003 in Island. Während dieser Zeit trat sie international as Blockflötistin auf. 2003 übersiedelte sie nach Schweden, wo sie elektroakustische Komposition bei Kent Olofsson studierte. 2007 wurde sie mit dem 2. Preis für ihre Komposition „Born to Loneliness“ beim 11. internationalen Rostrum of Electroacustic Musik in Lissabon ausgezeichnet. Zu dieser CD leisteten auch Saxophonist Johannes Thorell und Pianist Magnus Sköld Beiträge.

 

 

 

Andrea Luchesi (1741-1801)

Geistliche Musik:
Salve Regina; Stabat Mater; Kyrie „di Dresda“; Miserere, Te Deum

Antonaz, Biscuola, Dordolo, Bellotto
Coro della Cappella Civica di Trieste
Nuova Orchestra da camera Ferruccio Busoni, Massimo Belli

Concerto CD2098, Preiscode: CE, VÖ: 26.4.2017, 8012665209812

Ersteinspielung

Die hier vorgestellten Werke entstanden zwischen 1768 und 1773. Das Kyrie d-Moll „di Dresda“ ist dabei wahrscheinlich das erste geistliche Werk Luchesis überhaupt. Dem aufmerksamen Hörer wird eine melodische Phrase kurz nach der Introduktion auffallen, die ganz eindeutig den Beginn des Stabat Mater von Pergolesi zitiert, den Luchesi sehr gut kannte. Auch in seinem eigenen Stabat Mater nimmt Luchesi auf den Kollegen Bezug. Das ausgedehnteste und inspirierteste Werk auf diesem Album ist das Miserere; die Reinheit und Schönheit der Melodielinien und der geschickte Einsatz expressiver Dissonanzen machen dieses Stück zu einem wahren Schatz, einer ganz besonders wertvollen Perle geistlicher Musik.

 

 

 

Ferruccio Busoni (1866-1924)

Zum 150. Geburtstag:
Finnische Volkslieder, op. 27
Konzert für Klavier und Streicher d-Moll
Streichquartett, op. 19

Chloe Mun, Klavier
Nuova Orchestra da camera Ferruccio Busoni, Massimo Belli

Concerto CD2099, Preiscode: CE, VÖ: 26.4.2017, 8012665209911

Die Werke dieser CD entführen uns in die Zeit, als Busoni, von Triest über Wien nach Graz übersiedelnd, seine Ausbildung zum Komponisten abschloss. Das Wiener Kapitel ist das Klavierkonzert d-Moll, am 21.3.1878 in Wien fertiggestellt. Zehn Tage später wurde Busoni 10 Jahre alt. Das Werk vermittelt den Eindruck eines Künstlers, der für sich schon einen Zugang zur Mozart-Tradition gefunden hat. Im Streichquartett op. 19, komponiert zwischen 1880 und 1882, finden sich Anklänge an bzw. Reflektionen auf den Unterricht bei Brahms. Mit den Finnischen Volksliedern op. 27 schließlich treten wir in eine neue Schaffensphase Busonis ein, die von den Auseinandersetzungen mit Klavierlehrern an renommierten Ausbildungsstätten gezeichnet ist. Der 1889 für Klavier vierhändig fertiggestellte Zyklus wurde 1953 wieder aufgelegt – in einer Fassung für Streichorchester, die hier zu hören ist. Das Ganze ist die Aufzeichnung eines Konzerts aus Anlass des 150. Geburtstags des Komponisten am 1. April 2016.

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Die fünf Violinkonzerte
Sinfonia concertante

Domenico Nordio, Violine
Danilo Rossi, Viola
Ensemble Respighi, Federico Ferri

Concerto CD2100, Preiscode: EB (2 CD), VÖ: 26.4.2017, 8012665210023

Diese Meisterwerke des jungen Mozart wurden bei Konzerten zwischen dem 26. und 29. September 2002 in Il Conte live mitgeschnitten. Von früher Jugend an hatte sich Mozart neben dem Klavier besonders der Violine gewidmet. Kein Wunder, war sein Vater und Lehrer Leopold doch Geiger. Besetzungstechnisch folgte Mozart bei den Konzerten stets demselben Schema (Streicher, zwei Oboen, zwei Hörner). Alle fünf Konzerte schrieb der Neunzehnjährige am Hof des Erzbischofs von Salzburg, Hieronymus von Colloredo, zwischen April und Dezember 1775. Ergänzt wird das Programm durch die „Sinfonia concertante“. Ein Genre, das in der zweiten Jahrhunderthälfte in Paris entstanden war. Mozart führt es in seinem Werk zur Perfektion; es ist fraglos eines der besten Werke seiner Salzburger Zeit.

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