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Neuheiten vom 3.5.2017

 

Decades. Ein Jahrhundert des Gesangs

Vol. 2: 1820-1830
mit Liedern von Schubert, Glinka, Schumann, Mendelssohn, Niedermeyer, Loewe, Bellini

Anush Hovhannisyan, Sopran
Sarah Connolly, Mezzosopran
John Mark Ainsley, Robin Tritschler, Luis Gomes, Tenor
Christopher Maltmann, Bariton
Malcolm Martineau, Klavier

Vivat VIVAT114, Preiscode: CE, VÖ: 3.5.2017, 0797776520923

Dies ist die zweite Folge eines Großprojekts bei Vivat. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger werden sich durch „ein Jahrhundert des Gesangs“ bewegen, von 1810 bis 1910, Dekade für Dekade. Jede Folge wird ein für die jeweilige Zeit repräsentatives Repertoire bieten. Wobei das Prinzip gilt, jeweils bekanntes und weniger bekanntes Repertoire zu mischen. Besonders herausragend auf dieser Folge sind Sarah Connollys Interpretationen von Schuberts „Ellen-Liedern“, Christopher Maltmanns lebendiges Portrait des „Erlkönig“ in Loewes Vertonung, und schließlich John Mark Ainsleys kraftvolle und schöne Wiedergaben von Liedern Schubert, Schumanns und Mendelssohns. Begleitet werden die Gesangssolisten jeweils vom Initiator der ganzen Reihe, dem Pianisten Malcolm Martineau. Im ausführlichen Booklet gibt die Liedexpertin und Beraterin dieser Serie, Susan Youens, eine informative Einführung in Zeiten und Werke.

 

 

 

Bernd Alois Zimmermann (1918-1970)

und das symphonische Spätwerk:
Concerto pour violoncelle et orchestre
Musique pour les soupers du Roi Ubu
Stille und Umkehr
+ Elke Heidenreich: Sicher auf dem Seil der Musik über die Abgründe des Daseins
+ Mirjam Wiesemann im Gespräch mit York Höller
+ B. A. Zimmermann im Gespräch mit Heinz Josef Herbort

Jan-Filip Tupa, Cello
Sascha Reckert, Philipp Marguerre, Glasharfe
RSO Stuttgart des SWR, Bernhard Kontarsky

Cybele CYBKIG008, Preiscode: EB (3 SACD), VÖ: 3.5.2017, 809548018023
(Künstler im Gespräch vol. 8)

Ich bin überzeugt, dass all diese Dinge, die ja sehr komplexe Vorgänge sind, so angelegt sind, dass jeder Hörer, ganz gleichgültig, welcher intellektuellen und sozialen Schicht er angehört, irgendwo (…) gepackt wird. Diese O-Töne von Bernd Alois Zimmermann (SACD2) sind einem von Cybele restaurierten Gespräch zwischen ihm und Prof. Herbort entnommen, das 1968 in Zimmermanns Haus stattfand und dessen Auszüge hier erstmals veröffentlicht werden.

Bernd Alois Zimmermann – Da ist zum einen sein in mancher Hinsicht extrem aufwändig zu realisierendes symphonisches Werk, das unter anderem äußerst selten eingesetzte Instrumente verwendet, wie zum Beispiel die Glasharfe im Concerto pour violoncelle et orchestre en forme de ,pas de trois’ (erstmals auf Tonträger mit Glasharfe eingespielt) sowie das Cymbalom (eine Art Hackbrett). Zum anderen musste Zimmermann schreckliche Kriegserlebnisse verkraften, die ihn als sensiblen, tiefgründigen Menschen nachhaltig traumatisiert hatten. York Höller, Zimmermanns letzter Schüler, studierte bei Zimmermann genau in den Jahren, in denen dessen symphonische Spätwerke entstanden. Höller erinnert sich in seinem Gespräch mit Mirjam Wiesemann (SACD 2 & 3) an Ereignisse und Eindrücke aus diesen letzten Jahren des Komponisten – so erlebte Höller auch die Entstehung des Roi Ubu hautnah mit (SACD 1). Am Ende von SACD 1 hören Sie ein „modernes Märchen“ von Elke Heidenreich, das von der Autorin eigens für den Roi Ubu für Cybele eingesprochen wurde.

Bei den Interpreten ist die Idealbesetzung für Zimmermanns komplexe Werke versammelt: Unter der Leitung von Bernhard Kontarsky läuft das RSO Stuttgart zur Bestform auf. In Zimmermanns Cellokonzert eröffnen sich dem Hörer mithilfe des Ausnahme-Cellisten und Zimmermann-Experten Jan-Filip Tupa und dem Glasharfenduo sinfonia di vetro Klangwelten, die man so noch nie zu hören bekommen hat.

 

 

 

Pentagramme

Reflexionen über Werke von Prokofieff, Tschaikowsky, Khatchaturian, Mussorgsky, Rimsky-Korsakoff, Rachmaninoff

Edouard Ferlet, Paul Beynet, Klavier

1001 Notes 1001Notes08, Preiscode: CD, VÖ: 3.5.2017, 3341348159300

Zwei Pianisten aus zwei Generationen widmen sich der Rezeption russischer Klaviermusik und reflektieren diese selbst in Eigenkompositionen. Ein spannendes und unterhaltsames Album ist daraus entstanden, denn in ihren Reflexionen streifen die beiden auch die russische Volksmusik und den Jazz. Und wir hören Fanfaren, Militärmärsche, Kirchengesänge, weltliche Lieder und Musik zu staatlichen Zeremonien, höfische Riten. All das eingefangen in virtuoser Musik, die sich dennoch jeglicher schematischer Einordnung entzieht.

 

 

 

Fantaisie

Bach: Chromatische Fantasie und Fuge
Haydn: Fantasie C-Dur
Mozart: Fantasie d-Moll
Schumann: Fantasie op. 17
Chopin: Fantaisie-impromptu op. 66
Skrjabin: Fantasie op. 28

Gaspard Dehaene, Klavier

1001 Notes 1001Notes09, Preiscode: CD, VÖ: 3.5.2017, 3341348159317

Der 1987 geborene Pianist schloss 2012 seine Studien am Pariser Konservatorium ab. Danach studierte er am Salzburger Mozarteum bei Jacques Rouvier. Der Gewinner mehrerer international renommierter Wettbewerbe verfügt schon über eine erstaunlich umfangreiche Konzerterfahrung, die er vor allem durch die Teilnahme an zahlreichen Festivals erworben hat. Nach einem beeindruckenden Auftritt beim Festival in Nantes wurde er 2015 vom Musée d‘Orsay Auditorium eingeladen, in mehreren Konzerten die gesamte Klaviermusik von Eric Satie zu präsentieren.

 

 

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Klaviertrios opp. 49 und 66

Pierre Réach, Klavier
Gérard Poulet, Violine
Christoph Henkel, Cello

Calliope CAL1638, Preiscode: CE, VÖ: 3.5.2017, 3760039832184

Für Mendelssohn war die Kammermusik das von ihm meistgeschätzte Genre – wenn es darum ging, die Gefühlswelt der Romantik darzustellen. Und dies galt durchaus auch für seine ganz persönliche Gefühls- und Beziehungswelt. So komponierte er sein 2. Klaviertrio als Geburtstagsgabe für seine Schwester Fanny. Geschrieben wurde es in Frankfurt; fertiggestellt am 30. April 1845. Zur Uraufführung gelangte es dann am 20. Dezember 1845 in Leipzig und erschien 1846 mit einer Widmung an Louis Spohr beim Verlag Breitkopf & Härtel im Druck. Die hier zu hörende Aufnahme beider Trios entstand im Dezember 2004 im Salle Cortot in Paris.

 

 

 

Antonio Vivaldi

Concerti di Parigi

Il delirio fantastico, Vincent Bernhardt

Calliope CAL1740, Preiscode: CE, VÖ: 3.5.2017, 3760039833112

Dies ist die erste Interpretation dieser Konzerte durch ein französisches Barockmusik-Ensemble. Ein Werkzyklus mit bemerkenswerter Entstehungsgeschichte. Ein Herr von Uffenbach, der im Karneval 1715 Venedig besuchte, bestellte bei Vivaldi 10 Concerti grossi. Schon drei Tage später erschien der Komponist mit der vollendeten Bestellung bei ihm. Auch wenn man Vivaldi ein hohes Produktionstempo unterstellt – drei Tage für nicht nur 10, sondern sogar 12 Konzerte für Streicher sind denn doch sehr sportlich. Als geschickter Promoter seiner Kunst hatte der Komponist ganz offensichtlich tief in die Kiste mit bereits vorliegender Musik gegriffen, um den Zeitplan einzuhalten. Dies ist auch in den Werken selbst durchaus nachweisbar. Die zwölf Konzerte landeten auf nicht mehr nachvollziehbarem Weg noch im 18. Jahrhundert schließlich in Paris, daher der Titel.

 

 

 

Kantorin Sofia Falkovitch

singt Lieder von Fauré, Bizet, Ravel, Rimski-Korsakow und hebräische geistliche Gesänge

Sofia Falkovitch, Mezzosopran
Orchestre de chambre Les Illuminations, Gabriel Bourgoin

Calliope 1742, Preiscode: CE, VÖ: 3.5.2017, 3760039833136

Zum ersten Mal singt eine Kantorin in Frankreich jüdische geistliche Musik, begleitet von einem Kammerorchester. Für die Künstlerin und Kantorin Sofia Falkovitch ist die Überlieferung und Verbreitung dieser musikalischen Schatzkammer vergangener Generationen von größter Bedeutung. Sie ist die erste in Europa ausgebildete und ordinierte Kantorin und bis heute die einzige in Frankreich. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwartsmusik, wobei sie natürlich besonders auf geistliche Musik spezialisiert ist. Interkultureller und interreligiöser Dialog sind ihr besondere Anliegen bei ihrer Arbeit.

 

 

 

 

In Nomine

Musik von Palestrina, Bull, Gervaise, Attaignant, Erbach, anonyme Tänze und Psalmvertonungen

Ensemble Les Harpies

L’Encelade ECL1502, Preiscode: CD, VÖ: 3.5.2017, 3770008056015

Himmel und Hölle im musikalischen Portrait in der europäischen Musiklandschaft zwischen Renaissance und Frühbarock – das ist das Thema dieser bemerkenswerten Einspielung. Sie lässt die Hörer eintauchen in eine dämonische Welt von Albträumen und Hoffnungslosigkeit und erhebt sie dann, als Kontrapunkt, in eine himmlische Höhe voller Hoffnung, Heil und Erlösung. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz einer Renaissance-Orgel, einem der ältesten Instrumente Frankreichs. In der Abtei Saint-Savin-en-Lavedan entstand sie 1557. 1995/96 wurde sie von Alain Sals und Charles Henry restauriert.

 

 

 

3. Internationaler Flötenwettbewerb Maxence Larrieu in Nizza

Widor: Suite op 34
Karg-Elert: Sinfonische Kanzone
Schulhoff: Sonate
Serassis: Une dernière promenade
Skoumal: Abduction of Scheherazade
Kuhlau: Trio g-Moll op. 13,2

Denizcan Eren, Flöte
Julien Martineau, Klavier
Sibel Pensel, Flöte

Le Chant de Linos CL16126, Preiscode: CD, VÖ: 3.5.2017, 5425016541265

Der 1994 in Izmir geborene Eren studierte an der Bilkent Musikhochschule in Ankara, später bei Sibel Pensel und schloss mit dem Bachelor am Konservatorium von Nizza ab. Derzeit absolviert er einen Masterstudiengang bei Felix Renggli und Marc Hantai (Barockmusik) an der Baseler Akademie. Eren hat schon mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen, darunter eben den 1. Preis beim 3. Wettbewerb in Nizza.

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