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Neuheiten vom 10.5.2017

 

Feels so good

Musik von Ravel, Piazzolla, Caratini, Colombier, Morricone, Velasquez, Sanchez u.v.a.

Thierry Caens, Trompete
Leonardo Sanchez, Gitarre
Patrice Caratini, Kontrabaß

Indésens INDE092, Preiscode: CE, VÖ: 10.5.2017, 3760039831088

Was haben die Trompete eines Haydn-Konzerts, eine Milonga-Gitarre und ein typischer Jazz-Kontrabaß gemeinsam? Das fragt man sich denn schon, wenn man die Namen der Interpreten dieses Albums liest. Passen die überhaupt zusammen als Jazztrio? Es dauert keine fünf Minuten des Zuhörens und man weiß: die passen zusammen. Wunderbar. Jazz vom Feinsten, wobei keiner der drei seine musikalische Herkunft verleugnet. Das hebt diese Programmzusammenstellung weit über den Durchschnitt dessen, was man von einem gefälligen Jazz-Album erwartet, weit hinaus.

 

 

 

Musik für Streichorchester

Roussel: Sinfonietta
Ravel: Pavane pour une infante défunte
Elgar: Introduction & Allegro
Barber: Adagio
Britten: Simple symphony

Orchestre à cordes de la Garde Républicaine, Sébastien Billard

Indésens INDE084, Preiscode: CE, VÖ: 10.5.2017, 3760039839862

Am 23. Juni 1947 wurde das Streichorchester der Garde Républicaine auf Veranlassung von Präsident Vincent Auriol gegründet, der selbst begeisterter Amateurgeiger war. Von Beginn an übernahm das Orchester insbesondere Aufgaben am Élysée, d. h. es waren vorwiegend protokollarische Aufgaben. Regelmäßig tritt das Orchester aber auch auf Festivals nicht nur in Frankreich auf.

 

 

 

Europäische Wege

Bortkiewicz: Sonate g-Moll op. 26
Chausson: Poème Es-Dur op. 25
Kreisler: Präludium und Allegro e-Moll
Corelli: Sonata „Folies d‘Espagne“ op. 5/12
Mácha: Seikilos-Variationen

Alois Kottmann, Violine
Rudolf Dennemarck, Klavier

Musicaphon M59003, Preiscode: BE, VÖ: 10.5.2017, 4012476590035

 „Was mich als Musiker zur Veröffentlichung der vorliegenden CD bewegt, ist die Liebe zum Menschen und seine Gabe, dieses hohe Gut in Töne setzen zu können. Im direkten Vergleich fasziniert die musikkulturelle Vielfalt und Unverkennbarkeit der Charakteristika der einzelnen Länder im europäischen Raum.“ (Alois Kottmann).

 

 

 

Andreas Hammerschmidt (1611-1675)

Chor-Music auff Madrigal-Manier

Ensemble Polyharmonique, Alexander Schneider

Querstand VKJK1625, Preiscode: CF, VÖ: 10.5.2017, 4025796016253

Der sogenannte Lauf der Geschichte hat es nicht immer gut gemeint mit dem zu Lebzeiten hochgeschätzten, aber später als Kleinmeister, Vielschreiber oder Schütz-Epigone abqualifizierten Andreas Hammerschmidt (1611 – 1675).

Aber da Geschichte ja von Menschen gemacht wird, ist diese CD, die dritte des Ensemble Polyharmonique, auch ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, sich noch stärker als bisher der Vielfalt der Epochen zu widmen und neben den zugegebenermaßen faszinierenden Avantgardisten der Musikgeschichte auch den nicht selten hochqualitativen breiten musikalischen Alltag in den Blick zu nehmen.

Mit einer Auswahl aus der 31 Nummern umfassenden Chor-Music auff Madrigal-Manier (1652/53), kombiniert mit Duetten und Terzetten aus seinem Opus primum Musicalischer Andacht Erster Theil (1638), zeigt diese Ersteinspielung die formale Vielgestaltigkeit des hauptsächlich in Zittau wirkenden Hammerschmidt und verdeutlicht dessen auf kreative Handhabung von Gattungsmustern gerichteten Anspruch.

Im Vorwort zu seiner Chor-Music verweist Hammerschmidt darauf, sich „unterschiedene(r) genera der Sätzungen in der Music“ befleißigt zu haben. Dadurch war er befähigt, entlang der Gegebenheiten und klingenden Wirklichkeit seiner Umwelt zu komponieren. Er demonstriert, wie eine bodenständige und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Chormusik zu realisieren ist, ohne auf die Adaption moderner musikalischer Strömungen verzichten zu müssen. So sehr die Struktur des Tonsatzes einer strengen Konvention bei der Verbindung der Kantionalsatztradition und madrigalischen Ansätzen verhaftet blieb, so originell ist die Einrichtung der Musik. Anders gesagt: Innerhalb eines strengen Regelwerks lotet Hammerschmidt musikalische Freiheit aus.

 

 

 

Trompete und Orchester

Brett Dean: Dramatis Personae
Luca Francesconi: Hard Pace

Håkan Hardenberger, Trompete
Göteborger Symphoniker, John Storgårds

BIS BIS-SACD-2067, Preiscode: CD, VÖ: 10.5.2017, 7318599920672

Seit den Anfängen seiner Zusammenarbeit mit BIS vor über 30 Jahren hat Håkan Hardenberger immer wieder viel Respekt erfahren für seine Interpretationen des klassischen Repertoires, zugleich aber auch als Pionier bei der Verbreitung bedeutender und virtuoser Neuer Musik für Trompete. Seine Zusammenarbeit mit Komponisten wie Takemitsu, Henze, Pärt und HK Gruber belegt das mit zahlreichen Werken, von denen zwei der jüngeren hier eingespielt wurden. In Brett Deans Konzert geht es um die Charakterisierung sowohl von Comic-Helden wie Helden der klassischen Literatur; es treten u.a. Hamlet und Charlie Chaplin auf. Auch bei Luca Francesconi gibt es einen Helden, und der heißt Miles Davis. Der Komponist bewundert den Jazztrompeter für seine stilistische Vielseitigkeit, die alle Grenzen sprenge, und seinen delikaten knackigen Sound. Davis sei eine Stimme, die direkt zum Hörer spreche. „Hard Pace“ ist eine Reflexion auf eine schwierige Reise, zugleich aber auch eine Alliteration zu den Namen der Künstler, für die das Konzert geschrieben wurde: Hardenberger, Antonio Pappano und das Santa Cecilia Orchester.

 

 

 

Gabriel Fauré (1845-1924)

Die Musik für Cello und Klavier:
Romance, Op. 69; Papillon, Op. 77; Sérénade, Op. 98; Berceuse, Op.16; Sonate Nr. 1 d-Moll, Op. 109; Morceaude lecture (1897); Berceuse, Op. 56 No. 1, aus „Dolly“; Sicilienne, Op. 78; Élégie, Op. 24; Sonate Nr. 2 g-Moll, Op. 117; Andante für Cello und Harmonium

Andreas Brantelid, Cello
Bengt Forsberg, Klavier

BIS BIS-SACD-2220, Preiscode: CD, VÖ: 10.5.2017, 7318599922201

In der französischen Musik nimmt Fauré eine Scharnierstellung zwischen Romantik und Moderne ein. Im Jahr seiner Geburt war Chopin noch kompositorisch aktiv, und zur Zeit seines Todes war Paris Jazz-verrückt und Strawinsky beherrschte die neoklassizistische Szene. Dieses Album bietet Faurés gesamtes Schaffen für Cello und Klavier, darunter so beliebte Ohrwürmer wie „Élégie“ und „Sicilienne“ – Stücke, die gern als „Salonmusik“ bezeichnet werden, was Debussy den Komponisten als „Meister des Charmes“ feiern ließ. Aber auch seine Sonaten atmen diese Leichtigkeit, obwohl er sie zu einer Zeit schrieb, als er durchaus einen „ernsthafteren“ Stil entwickelt hatte. Sie sind, obwohl nur mit wenigen Jahren Abstand geschrieben, von einer erstaunlichen Verschiedenheit. Das Finale der zweiten Sonaten riss Vincent d‘Indy gegenüber dem damals 78jährigen Fauré zu dem Kommentar hin: „Wie glücklich sind Sie, so jung geblieben zu sein!“

 

 

 

Erik Satie (1866-1925)

Die Klavierwerke vol. 2:
Prélude de La porte héroïque du ciel; Sports et divertissements; Trois Sarabandes; Préludes flasques (pour un chien); Véritables préludes flasques (pour un chien); Sonneries de la Rose + Croix; Menus propos enfantins; Enfantillages pittoresques; Trois préludes du Fils des étoiles; Peccadilles importunes; Trois nouvelles enfantines

Noriko Ogawa, Klavier

BIS BIS-SACD-2225, Preiscode: CD, VÖ: 10.5.2017, 7318599922256

151 Jahre nach seiner Geburt ist Erik Satie immer noch eines der größten Rätsel der klassischen Musik. Ein Komponist, der von sich selber sagte, er würde niemals Witze machen, dabei aber als einer der trickreichsten Humoristen westlicher Musik galt. Er kam mit esoterischen Strömungen wie den Rosenkreuzern in Berührung, gründete eine eigene Kirche, konnte aber auch sehr diesseitig-erdverbunden sein. Er verdiente sein Geld u.a. als Barpianist, bevorzugte es, von „Klangerzeugern“ statt von „Musikern“ zu reden und erfand das Genre der „Möbelmusik“: „fundamental industriell und dieselbe Rolle ausfüllend wie Licht, Wärme und alle Formen des Komforts.“ In Folge des Jubiläumsjahrs also stellt Noriko Ogawa ein vollständiges Set der Klavierwerke dieses merkwürdigen Menschen zusammen, gespielt auf einem für Satie angemessenen Instrument, einem 1890 gebauten Érard Grand Piano.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Weltliche Kantaten vol. 8:
Schleicht, spielende Wellen, und murmelt gelinde, BWV 206
Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen, BWV 215

Blazikova, Aoki, Daniels, Williams
Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

BIS BIS-SACD-2231, Preiscode: CD, VÖ: 10.5.2017, 7318599922317

Beide Kantaten feiern August III, Kurfürst von Sachsen und König von Polen – aber das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Werke. Am 2. Oktober 1734 besuchten der König und seine Familie überraschend Leipzig. In aller Eile wurde ein Fest vorbereitet, mit dem drei Tage später der Jahrestag von Augusts polnischer Intronisation gefeiert werden sollte. Bach wurde beauftragt, die musikalische Unterhaltung beizusteuern. Was natürlich bedeutete, dass er alles stehen und liegen lassen musste, woran er gerade arbeitete. Und das war die Kantate „Schleicht, spielende Wellen“, die zur Geburtstagsfeier des Königs am 7. Oktober aufgeführt werden sollte. Schnell zauberte Bach eine neue Kantate hervor. Natürlich musste er bei „Preise dein Glücke“ in der Kürze der Zeit auf schon vorhandenes Material zurückgreifen. In beiden Kantaten macht Bach reichen Gebrauch von Trompeten und Pauken, den Instrumenten, die königliche Pracht und Macht symbolisierten.

 

 

 

Zweite Cellokonzerte

Schostakowitsch: 2. Konzert op. 126
Martinu: 2. Konzert H304

Christian Poltéra, Cello
Deutsches Symphonieorchester Berlin, Gilbert Varga

BIS BIS-SACD-2257, Preiscode: CD, VÖ: 10.5.2017, 7318599922577

Schostakowitsch schrieb seine beiden Cellokonzerte für seinen Freund Mstislav Rostropowitsch, und doch sind sie sehr unterschiedlich. Rhythmisch betont und virtuos das erste, introvertiert das zweite. 1966 wurde es komponiert und gilt als ein Fixpunkt im Schaffen Schostakowitschs, weil es seine letzte Stilepoche einläutete, hin zu transparenterem Satz. Und doch wurde es im Lauf der Zeit überschattet vom älteren ersten Konzert, das einfach leichter zugänglich ist. Das gilt auch für das zweite Werk auf dieser SACD, wenn auch aus anderen Gründen. Martinu schrieb sein zweites Konzert 1945 und fand keinen Solisten, der die Uraufführung übernehmen wollte. Erst 1965, sechs Jahre nach dem Tod des Komponisten, kam es schließlich zur ersten Aufführung. Das Werk zeichnet sich aus durch Melodien von hoher lyrischer Qualität – oft wurde dies als melancholisch-nostalgische Heimweh-Anwandlung des Komponisten gedeutet, der im letzten Kriegswinter 1945 in die USA emigriert war.

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