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Neuheiten vom 26.7.2017

 

Jörg Herchet

Das geistliche Jahr3 – drei Kantaten:
Kantate zum Sonntag Septuagesimae
Kantate zur Verkündigung Mariens
Kantate zum Fest unserer lieben Frau von Guadalupe

Div. Solisten
Matthias Geuting, Orgel, Gesang und Rezitation
Dresdner Kapellknaben
Meißner Kantorei 1961, Christfried Brödel

Querstand VKJK1706, Preiscode: CF (2 CD), VÖ: 26.7.2017, 4025796017069

Dies ist – nach Veröffentlichungen 2011 und 2013 – die dritte Doppel-CD mit Kantaten von Jörg Milbradt (Text) und Jörg Herchet (Musik). Die diesem Zyklus zugehörigen Werke betrachten die Sonn- und Festtage des Kirchenjahres aus unterschiedlichen Deutungsperspektiven. Die Texte spielen auf ein in den Perikopen gegebenes Evangelium an; der Zyklus ist allerdings ökumenisch angelegt. Er nimmt Überlieferungen der verschiedenen Kirchen auf und ist zudem offen auch für außerchristliche Religionen. Der deutsche Text ist aus der Befindlichkeit eines heutigen Menschen gestaltet und stellt sich damit den Verwerfungen zwischen Glaube und Kirche auf der einen und den Anforderungen des modernen Lebens auf der anderen Seite.

 

 

 

 

Carl Philipp Emanuel Bach

Die Solo-Klavierwerke vol. 33:
Für Kenner und Liebhaber, 3. Sammlung

Miklós Spányi, Tangentenflügel

BIS BIS-CD-2213, Preiscode: CE, VÖ: 26.7.2017, 7318590022139

Zwischen 1779 und 1787 erschienen Bachs sechs Sammlungen von Sonaten, Rondos und Fantasien „für Kenner und Liebhaber“. Es war das großformatigste Veröffentlichungs-Abenteuer des Meisters. Mit einem Sonatenzyklus hatte es begonnen, doch als sich sehr schnell ein ökonomischer Erfolg einstellte, erweiterte Bach um Rondos und freie Fantasien. Für diese Folge seiner Gesamtausgabe hat sich Spányi einen Tangentenflügel ausgesucht. Dessen Klang erinnert zwar an das Cembalo, doch kann er auf vielfältige Weise modifiziert werden.

 

 

 

 

Hindemith/Schönberg: Streichtrios

Paul Hindemith: Trio Nr. 1 op. 34 / Trio Nr. 2
Arnold Schönberg: Trio op. 45

Trio Zimmermann:
Frank Peter Zimmermann, Violine
Antoine Tamestit, Viola
Christian Poltéra, Cello

BIS BIS-SACD-2207, Preiscode: CD, VÖ: 26.7.2017, 7318599922072

Nach seinen gefeierten Einspielungen der Trios von Mozart und Beethoven macht das Trio Zimmermann nun einen großen Zeitsprung. Schönberg und Hindemith gehörten zwischen 1910 und 1920 zur Spitze der Avantgarde, doch dann gingen sie Wege, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Während Schönberg mit der Entwicklung der Zwölftontechnik und der zweiten Wiener Schule großen Einfluss auf die spätere Musik des 20. Jahrhunderts nahm, kehrte Hindemith nach frühen Jahren der stilistischen Rebellion zu klassischen Formen zurück. Schon das relativ frühe Streichtrio Nr. 1, 1924 geschrieben, zeigt sein Interesse an Formen und Texturen barocker Musik. Im zweiten Trio kommt dann noch eine neotonale Sprache dazu, die schon vorausweist auf spätere, größere Werke wie „Mathis der Maler.“ 1933, als Hindemith sein zweites Trio schrieb, verließ Arnold Schönberg auf der Flucht vor den Nazis Europa und übersiedelte in die USA (Hindemith folgte sieben Jahre später). Es dauerte lange, bis Schönberg in der neuen Heimat Fuß fassen konnte, und finanzielle wie berufliche Sorgen mögen der Auslöser für seine schwere Herzattacke 1946 gewesen sein. Da hatte er gerade mit der Komposition des Streichtrios begonnen, und als er es später fertigstellte, floss die Nahtoderfahrung in die Komposition ein.

 

 

 

 

Charles Ives: Sonaten

Sonate Nr. 2 „Concord, Mass., 1840-60“ für Klavier mit optionaler Viola und Flöte
Sonate Nr. 4 „Children‘s Day at the Camp Meeting“ für Violine und Klavier

Joonas Ahonen, Klavier
Pekka Kuusisto, Violine, Viola
Sharon Bezaly, Flöte

BIS BIS-SACD-2249, Preiscode: CD, VÖ: 26.7.2017, 7318599922492

Die „Concord Sonate“ von Charles Ives wird oft als eines der bedeutendsten amerikanischen Klavierwerke bezeichnet. Der Komponist veröffentlichte sie 1920 auf eigene Kosten; die radikalen Experimente in Bezug auf Harmonie und Rhythmus ließen Interpreten zurückschrecken, und so erlebte sie erst 1939 ihre Uraufführung. Im Verlauf der vier Sätze skizziert Ives einige der berühmtesten Einwohner des Städtchens Concord in Massachusetts wie Ralph Waldo Emerson oder Henry David Thoreau. Das geschieht auf verschiedene Weise, unter anderem durch Rückbezüge auf Beethoven, religiöse und patriotische Gesänge und Zirkusmärsche. Mit ihren 47 Minuten Aufführungsdauer ist diese Sonate ein Schwergewicht an Komplexität, eine echte Herausforderung für jeden Interpreten. Eröffnet wird das Album durch die wesentlich kürzere 4. Sonate für Violine und Klavier, die etwa gleichzeitig wie die Concord Sonate entstand. Auch hier gibt es außermusikalische Hintergründe: der Komponist erinnert sich an die christlichen sogenannten Camp Meetings, an denen er als Kind teilgenommen hatte.

 

 

 

 

A Pleasing Melancholy

Die „Lachrimae Pavan“ und andere Instrumentalstücke von John Dowland im Wechsel mit Liedern von Dowland, Jones, Hume, Danyel und Holborne

Emma Kirkby, Sopran
James Akers, Laute
Chelys Consort of Viols

BIS BIS-SACD-2283, Preiscode: CD, VÖ: 26.7.2017, 7318599922836

 „A pleasing melancholy“, also eine erfreuliche, willkommene Melancholie nannte Robert Burton in seiner Abhandlung „The Anatomy of Melancholy“ 1621 eines der Gefühle, das eine bestimmte Art von Musik hervorrufen kann. Gut 20 Jahre früher hatte John Dowland, Melancholiker par excellence, eine ähnliche Idee in der Widmung seiner „Lachrimae, or seven tears“ geäußert. Zu dieser Zeit war Melancholie in England geradezu ein Modegefühl unter den Mitgliedern kultureller und literarischer Zirkel und sorgte für eine unüberschaubare Flut von Gedichten, Gemälden und Liedern. Als Dowland 1600 sein Lautenlied „Flow My Tears“ veröffentlichte, war die instrumentale „Lachrimae Pavan“, auf der es basierte, schon einige Jahre im Umlauf und zum „Nr. 1 Hit“ des Komponisten in England und auf dem Kontinent geworden. Und manche seiner Kollegen wollten denn auch an diesem Erfolg teilhaben und nahmen in ihren Liedern ganz klar Bezug auf die so erfolgreiche Pavane.

 

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Serenaden und Divertimenti:
Adagio und Fuge c-Moll, K 546
Serenade G-Dur, K 525 „Eine kleine Nachtmusik“
Serenade D-Dur, K 239 „Serenata notturna“
Divertimento D-Dur, K 136
Divertimento B-Dur, K 137
Divertimento F-Dur, K 138

Camerata Nordica, Terje Tønnesen

BIS BIS-SACD-2326, Preiscode: CD, VÖ: 26.7.2017, 7318599923260

Zu Mozarts Zeit galt: wer als Komponist nicht in kirchlichen Diensten stand, für den war eine der wichtigsten Aufgaben, zu unterhalten. Sprich: Unterhaltungsmusik für den Hof zu liefern. Musik für Parties, Bälle und Bankette, Zeremonien und Feierlichkeiten. Und so komponierte auch Mozart reihenweise Divertimenti, Serenaden und Notturni. 1778 schrieb Leopold Mozart seinem Sohn, was ein erfolgreiches Stück Unterhaltungsmusik ausmacht: kurz und einfach soll sie sein, geschrieben in natürlichen, fließenden und leicht zu erkennenden Formen und Stilen. Wolfgang Amadeus ist diesem Rezept stets gefolgt, und dennoch - und das kennzeichnet eben das Genie - ist dabei höchst raffiniert gebaute Musik entstanden: einfach und eingängig und doch mit kompositorischem Anspruch. Und gerade heute, weil eben so populär, fast zu Tode geleiert. Tønnesen und die Camerata Nordica haben sich deshalb einiges einfallen lassen und setzen z.B. in der „Kleinen Nachtmusik“ eine schwedische Nyckelharpa ein. Und im Rondo der „Serenata notturna“ darf der Pauker so richtig die Party rocken.

 

 

 

 

La Búsqueda

Agustin Barrios: Oración / Mazurka / Danza / Choro / Las Abejas u.a.
Miguel Llobet: Romanza / Canciones populares Catalanas / Variaciones sobre un tema de Sor

Michal Svoboda, Gitarre

ArcoDiva UP0191, Preiscode: BI, VÖ: 26.7.2017, 8594029811911

 „La búsqueda“ – „Die Suche“ ist dieses Album benannt. Jeder Künstler liebt es, unbekannte Dinge herauszufinden, Traditionen zu erforschen, neue stilistische und formale Wege zu gehen. So war das auch bei zwei herausragenden Gitarristen Anfang des 20. Jahrhunderts, Agustin Barrios und Miguel Llobet. Beide waren von der Volksmusik  ihrer jeweiligen Heimat inspiriert, die sie für Konzerthallen arrangierten. Und sie suchten in der Musik früherer Epochen nach Werken, die für die Gitarre eingerichtet werden konnten. – Der 1985 geborene Tscheche Michal Svoboda ist Gewinner mehrerer international renommierter Wettbewerbe und sowohl solistisch wie auch als Kammermusiker aktiv.

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