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Neuheiten vom 2.8.2017

 

Kammermusik mit Pianoforte

Brahms: Trio für Pianoforte, Violine und Waldhorn Es-Dur op. 40
Schumann: Adagio und Allegro für Pianoforte und Horn As-Dur op. 70 / Sonate für Pianoforte und Violine a-Moll op. 105
Dukas: Villanelle pour cor et piano

Mathias Weber, Pianoforte
Javier Bonet, Horn und Naturhorn
Maxim Kosinov, Violine

Ambitus AMB96985, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 4011392969857

Wenn der heutige Kammermusikhörer Musik des 19. Jahrhunderts so verstehen will, wie sie womöglich der Konzertgänger in der Epoche von Brahms und Schumann rezipiert hat, so ist er angewiesen auf ein intensives Quellenstudium der historischen Aufführungspraxis, des zeitgenössischen Instrumentenbaus sowie auf die Erforschung der Entwicklung musikalischer Expressivität in ihren gesellschaftlichen Traditionen und in ihrem stetigen Fortschritt.

Der deutsche Pianist Mathias Weber, der spanische Hornist Javier Bonet und der russische Geiger Maxim Kosinov vermögen dem Hörer unserer Tage diese zeitraubenden, akribischen Studien zu ersparen, wenn sie werkgetreu und in der Tradition des 19. Jahrhunderts die Musik von Schumann und Brahms auf eben jenen Instrumenten spielen, deren Klangmöglichkeiten die Komponisten im Kopf hatten, als sie ihre Werke schrieben. Mit der Meisterschaft erfahrener und historisch bewanderter Experten gelingt es den drei Musikern, sich in ihrer Interpretation dem Klangideal des 19. Jahrhunderts dergestalt zu nähern, dass der moderne Hörer gleichsam zum Zeitreisenden wird, ohne dabei den Eindruck zu gewinnen, der Wiederbelebung bloßen musealen Klangs beizuwohnen. Vielmehr erlebt er die Musik in einer solch zupackenden und ergreifenden Frische, dass selbst, wenn ihm die Werke seit Ewigkeiten vertraut sind, sie ihm immer wieder neue, reizvolle Entdeckungen offenbaren.

 

 

 

I love unloved

Henry Purcell: Fantazie in G-Dur (Z.742)
Michael East: Euterpe; Thaleia; Tersichore
Luca Marenzio: Apollo, s‘ancor vive il bel desio; Zefi ro torna
Marcello Tosone: Movi il tuo plett ro Apollo
Pierre Sandrin: Doulce memoire
Anonymus: When Daphne from fair Phoebus did fly; I love unloved
Giles Farnaby: Daphne on the rainbow
John Wilbye: Ay me, can every rumour; When Cloris heard
Diego Ortiz: Doulce memoire
Matthew Locke: The Flat Consort for My Cousin Kemble aus Suite No.1: Fantazie - Fantazie - Jigg
Thomas Weelkes: Three virgin Nymphs
Thomas Morley: Sweet Nimphe come to thy lover; Flora wilt thou torment mee?
Giovanni Maria Artusi: Tra Ninfe; Vaghe Ninfe
Henry Purcell: The Fairy Queen
George Kirbye: Sleep now my muse

Elb‘ an Flutes

Ambitus AMB96986, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 4011392969864

Liebeswahn, göttliche Verehrung und die idealisierte Liebe zu einer angebeteten und zugleich unerreichbaren Frau – diese Thematik zieht sich wie ein roter Faden durch die Madrigale der Renaissance. Das Ensemble Elb´an Flutes hat sich der bereits damals gängigen Praxis bedient, vokale Werke instrumental umzusetzen. Dabei spielt das Ensemble mit dem Farbreichtum der verschiedenen Besetzungsmöglichkeiten von Blockflöten und Gamben und taucht ein in die Zwischenwelten von Nymphen und Musen.

 

 

 

La Pastourelle - die Ubhaus-Orgel in Bobenthal

Johann Krieger: Toccata in D
Samuel Scheidt Alamanda
Giovanni Priuli: Canzona a 6
Louis Couperin: Carillons – La Pastourelle
Georg Friedrich Händel: Suite in F
José Elias: Tiento de Falsas Sexto Tono
Johann Sebastian Bach: Concerto D-Dur 
Johann Ludwig Krebs: Praeambula supra “Christ lag in Todesbanden”, ”Sei Lob und Ehr dem höchsten Gott”, ”Erbarm dich mein, o Herre Gott”
Leopold Mozart: Adagio con variazioni F-Dur
Ludwig van Beethoven: Andante A-Dur, Klavierstück C-Dur/c-moll, Bagatelle c-moll, Andante C-Dur
Claude Benigne Balbastre: Prelude et Rondeau

Christian Brembeck, Orgel

Cantate C58053, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 4012476580531

Ein in mehrfacher Hinsicht einzigartiges Kunstwerk ist die historische Orgel der St. Michaels-Kirche im pfälzischen Bobenthal. Das Instrument wurde 1817 durch den Orgelmacher Wendelin Ubhaus(er) aus Kirrweiler errichtet. 1879 wurde im Zuge des Kirchenumbaus die Orgel durch die Speyerer Firma Schlimbach ausgebaut und eingelagert. Eigentlich bestand der Wunsch nach einer Neuanschaffung, doch scheiterte dies (aus heutiger Sicht glücklicherweise!) aus finanziellen Gründen; die alte Ubhaus-Orgel wurde durch Hermann Schlimbach repariert und wieder aufgestellt. Das Orgelgehäuse war ursprünglich unbehandelt; die heutige Farbgebung stammt aus dem Jahr 1964. Einige Besonderheiten machen das Instrument zu einer Rarität nicht nur in der reichen pfälzischen Orgellandschaft: das Pedal besitzt keine 16‘-Stimme, dagegen ist das Manual  ungewöhnlicher Weise vom tiefen C bis f’‘’ komplett ausgebaut, wohingegen das Pedal einen (zeittypischen) geringen Umfang von etwas mehr als einer Oktave (C-do) besitzt. Die Disposition beinhaltet zu einem Viertel Streicher-Stimmen, was sowohl barocken Traditionen als auch einem gewissen spätklassischen Klangideal huldigen mag. Die Mixtur beinhaltet einen Terz-Chor, der den Gesamtklang prächtig anreichert.

Lange Jahre fristete die Orgel ein Schattendasein und geriet zunehmend in einen desolaten Zustand, doch glücklicherweise waren mehr als 90 % der originalen Substanz erhalten geblieben.  2016/17 endlich konnte auf Initiative einiger Bobenthaler Orgelliebhaber das wertvolle und qualitativ bemerkenswerte historische Instrument einer grundlegenden Restaurierung durch die Fa. Johannes Rohlf (Neubulach) unterzogen werden, bei der auch die alte Bälge-Tretanlage restauriert und wieder nutzbar gemacht wurde. So erstrahlt die Orgel im 200. Jahr ihres Bestehens in altem Glanz und neuer klanglicher Frische.

 

 

 

Joy of Bach

Fantasia super Komm, heiliger Geist
Toccata und Fuge d-Moll
Fuge g-Moll
Präludium und Fuge G-Dur
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Konzert d-Moll nach Vivaldi
Präludium und Fuge D-Dur
O Mensch, bewein dein Sünde groß

Keiko Nakata, Orgel

Arcantus ARC17008, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 4260412810086

Keiko Nakata erkundet auf einem der zentralen Instrumente in Bachs Schaffen gewichtige Werke der Orgelliteratur. Eingerahmt von Werken mit sakralem Bezug wie der Fantasia super: „Komm, Heiliger Geist“, BWV 651 und dem Choralvorspiel „O Mensch, bewein dein Sünde groß“, BWV 622, finden sich auf der ersten CD der japanischen Künstlerin herausragende Kompositionen wie die bekannte Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565 oder die Bearbeitung des Concerto d-Moll, BWV 596 nach Antonio Vivaldi. Die Aufnahme wurde auf der Orgel von Marc Garnier im Temple Saint-Jean in Belfort eingespielt.

 

 

 

Strauß Traumbild

Sinngedichte - Herzenslust - Traumbild - Die Ersten und Letzten - Fest-Marsch - Csárdás - Künstlerleben - Die Bajadere - Künstler-Quadrille - Freut euch des Lebens - Radetzky-Marsch - Freiheits-Marsch

K & K Philharmoniker, Matthias Georg Kendlinger

DaCapo 1937, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 9120006600378

Aus dem reichhaltigen Repertoire des Johann Strauß erklingen hier einmal Walzer und Märsche, die (von einem abgesehen) nicht unbedingt auf jeder Neujahrs-CD zu finden sind.

 

 

 

Carl Orff

Carmina burana

Anna Shumarina, Sopran
Tilmann Unger, Tenor
Stepan Drobit, Bariton
Ukrainischer Nationalchor
K & K Philharmoniker, Matthias Georg Kendlinger

Auf DVD: Matthias Georg Kendlinger im Klassik.TV-Interview

DaCapo 2024, Preiscode: EB (CD plus DVD), VÖ: 2.8.2017, 9120006600408

 „Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit den Carmina burana beginnen meine gesammelten Werke!“ ließ Carl Orff seine Verleger wissen, die Brüder Strecker vom Schott Verlag in Mainz. Seine 1935/36 in München verfassten Cantiones profanae sind eine Folge von 25 weltlichen Gesängen, die er - ein vorzüglicher Kenner spätantiker und mittelalterlicher Dichtung - aus der Benediktbeurer Sammlung ausgewählt, in drei Gruppen zusammengefasst und mit einem archaisch-mächtigen Chor zu Ehren der Schicksalsgöttin Fortuna flankiert hat. Der ungewöhnlich erfolgreichen szenischen Uraufführung am 8.6.1937 in Frankfurt/Main schlossen sich die von den Nationalsozialisten kritisch beobachteten Aufführungen 1940 in Dresden (Karl Böhm), 1941 an der Berliner (Herbert von Karajan) und 1942 an der Wiener Staatsoper (André Previn) an. Vermehrt wurde das Werk nun auch konzertant aufgeführt; in dieser Gestalt hat es sich durchgesetzt. Orffs Meisterwerk gehört zu den populärsten und meistgespielten Kompositionen des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

Strauß: Unter den Linden

Johann Strauß Sohn: Overtüre zu „Prinz Methusalem“, Deutschmeister Jubiläumsmarsch, An der Elbe, Vergnügungszug, Wo die Zitronen blüh‘n
Johann Strauß Vater: Seufzer-Galopp, Radetzky-Marsch
Josef Strauß: Sphärenklänge, Bellona, Liechtenstein-Marsch, Diana
Johann Strauß III: Unter den Linden
Eduard Strauß: Helenen-Quadrille

K & K Philharmoniker, Matthias Georg Kendlinger

DaCapo 2082, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 9120006600415

Portrait einer Dynastie durch mehrere Generationen. Für in der Familiengeschichte der Strausse nicht ganz so bewanderte: Johann Strauß III ist nicht etwa der Sohn von Johann Strauß (Sohn), sondern von Eduard Strauß.

 

 

 

Die schönsten Opernchöre vol. 3

aus Opern von Beethoven, Moniuszko, Wagner, Smetana, Verdi, Rossini, Bizet und Mozart

Ukrainischer Nationalchor
K & K Philharmoniker, Matthias Georg Kendlinger

DaCapo 2199, Preiscode: CE, VÖ: 2.8.2017, 9120006600422

Fortsetzung einer außergewöhnlich erfolgreichen Reihe, wiederum mit absoluten Publikumserfolgen.

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