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Neuheiten vom 13.9.2017

 

Ben Johnston (*1926)

Streichquartette:
Nr. 6 (1980)
Nr. 7 (1984)
Nr. 8 (1986)
Quietness (1996)

Kepler Quartet

New World Records NWR80730, Preiscode: CK, VÖ: 13.9.2017, 093228073024

Nach vierzehn Jahren kommt das Projekt der Aufnahme aller Streichquartette Ben Johnstons bei New World Records nun zu seinem Abschluss. Die zehn Quartette, geschrieben zwischen 1951 und 1995, sind für das Genre revolutionär. Alle mit Ausnahme des ersten Quartetts verwenden Mikrotonalität. Die Musik beginnt in einem freien Raum zu fließen ohne tonale Bezüge und ohne Einengung durch unsere Zwölftonskala. Das 7. und das 8. Quartett erklingen hier in Ersteinspielung. Wobei das 7. Quartett den Ruf hat, das schwierigste jemals geschriebene zu sein – das Kepler Quartet hat die Herausforderung mit Bravour angenommen und bestanden. Den Abschluss dieses wahrscheinlich ambitioniertesten Projekts in der Geschichte des Streichquartetts bildet das kurze „Quietness“ mit Johnston selbst als Vokalisten.

 

 

 

George Frederick Bristow (1825-1898)

Orchesterwerke:
Symphony No. 2 “Jullien”
Overture to Rip van Winkle
Winter’s Tale Overture

Royal Northern Sinfonia, Rebecca Miller

New World Records NWR80768, Preiscode: CK, VÖ: 13.9.2017, 093228076827

Bristows Werke sind schöne Beispiele für den Musikgeschmack in New York Mitte des 19. Jahrhunderts. Er lebte in der Stadt als freischaffender Komponist, Klavierbegleiter von Sängern und Chören, Kammermusiker und als Solist auf dem Klavier bzw. mit der Violine mit der Philharmonischen Gesellschaft. Er war professioneller Chordirigent und als Lehrer aktiv. Bristow schrieb großformatige Chorwerke, zwei Opern und viele Orchesterwerke, darunter fünf Sinfonien. Wobei er sich stilistisch sehr stark an Felix Mendelssohn Bartholdy orientiert.

 

 

 

Irving Berlin

“This is the Life!”
Everybody’s Doin’ It Now; Oh! How I Hate to Get Up in the Morning!; Tell Me, Little Gypsy; Play A Simple Melody; Nobody Knows; This Is the Life!; Alexander’s Ragtime Band u.v.a.

The Paragon Ragtime Orchestra, Rick Benjamin

New World Records NWR80773, Preiscode: CK, VÖ: 13.9.2017, 093228077329

Zwischen 1909 und 1921 hatte Berlin seinen Durchbruch als höchst erfolgreicher Komponist von Unterhaltungsmusik. Er war in erster Linie Songwriter und schrieb mehr als 1000 Songs. Einige davon gelangten zu Weltruhm wie „White Christmas“ aus dem Bing-Crosby-Film „Holiday Inn“. Der erste ganz große Erfolg war „Alexander‘s Ragtime Band“. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurde sein Lied „God Bless America“, dargeboten von Kate Smith, zu einer inoffiziellen Hymne der USA. Seinen größten Erfolg errang Berlin 1946 mit dem Musical „Annie Get Your Gun“ über die US-amerikanische Kunstschützin Annie Oakley. Irving Berlin ist Autor zahlreicher Melodien, die bis heute als Jazzstandards gelten. Und dies, obwohl er weder Noten lesen noch richtig Klavier spielen konnte. Er komponierte seine Melodien, andere schrieben die Noten für ihn auf. Die Orchestrierung erledigten dann ausgebildete Arrangeure. Und Musik hält jung: Irving Berlin starb am 22. September 1989 im gesegneten Alter von 101 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

 

 

 

Peter Garland (*1952)

Klaviermusik:
The Birthday Party (2014)
Blessingway (2011/12)
Amulet for four pianos (2010)

Aki Takahashi, Klavier

New World Records NWR80788, Preiscode: CK, VÖ: 13.9.2017, 093228078821

Garlands Klavierwerke überraschen den Hörer, denn sie enttäuschen seine Erwartungshaltung. Sie unterscheiden sich grundlegend von dem, was wir als zeitgenössische Musik erwarten. Eine ganz ungewöhnliche Klangwelt und ein ganz eigener Umgang mit der Zeit, die wie aufgehoben scheint, zeichnen diese Werke aus. Rhythmus, Melodie, Harmonik – alles verschoben in ein Paralleluniversum. Hier kommt seine intensive Auseinandersetzung mit der Dichtung und den Essays von Gary Snyder zum Ausdruck – eine teils buddhistische Gedankenwelt, wie sie so wohl nur an der amerikanischen Westküste denkbar ist. Weiter wurde er beeinflusst von Henry Cowells Begeisterung für außereuropäische Musik und die intensive Komposition für percussion ensemble. Seit Jahren arbeitet Garland intensiv mit der Pianistin Aki Takahashi zusammen, für die zwei der drei Werke auf dieser CD komponiert sind.

 

 

 

Ned Rorem (*1923)

Our Town

DiBattista, Rood, Buckley, Wilkinson, River, Kravitz, Gooch, Arroyo, Wilson
Monadnock Music, Gil Rose

New World Records NWR80790, Preiscode: EE (2 CD), VÖ: 13.9.2017, 093228079026

Ersteinspielung

Dies ist die erste Aufnahme von Rorems gefeierter Vertonung von Thornton Wilders „Our Town“, einem der bekanntesten Bühnenwerke des 20. Jahrhunderts. Rorem konzipierte eine Kammeroper mit kleinem Orchester und durchsichtiger, eleganter Führung der Gesangsparte – beste Voraussetzungen für junge Stimmen. Viel Parlando kommt da zum Einsatz, abrupte Kreuzungen zwischen Versatzstücken typisch amerikanischer mit häufig verwandten Elementen zeitgenössischer Musik, gewürzt mit französischer Lyrik. Und Rorem bedient sich der Stilmittel und Formen barocker Kantaten, wie dies auch Satie 1920 in seiner Oper „Socrate“ tat, für Rorem „die größte aller Opern“.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Goldberg-Variationen
für zwei Klaviere in der Version Rheinberger/Reger

Iglika Marinova, Marco Kraus, Klavier

perc.pro PP10282017, Preiscode: BE, VÖ: 13.9.2017, 4260029190717

Jede Epoche scheint in Bachs Musik genau das zu entdecken, was ihr am Herzen liegt. Bei Joseph Rheinberger also eine romantische Lesart samt der emotionalen Freiheit, die jene Zeit so schätzte. Verborgene harmonische Verhältnisse macht er durch Akkordeinsatz hörbar, dröselt die polyphone Struktur durch Stimmenverteilungen auf, ergänzt orchestrale Farben und schafft so eine neue Klangfülle. Max Reger wiederum revidierte 1915 Joseph Reinberger, und natürlich hat ein Komponist, der schon an der Schwelle zur Moderne steht, da einige Änderungen vorzunehmen. Und so entsteht etwas für Bachbearbeitungen typisches: das ist immer noch Bach und zugleich etwas ganz neues.

 

 

 

Telemann, Bach und Söhne

Georg Philipp Telemann:
Konzert in D; Douze Marches Héroïques “Heldenmusik”
Johann Sebastian Bach: Jesus bleibet meine Freude; Wachet auf, ruft uns die Stimme; Nun komm, der Heiden Heiland; Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ
Johann Christian Bach: Sonate in Es
Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate Nr. 1

Reinhold Friedrich, Trompete
Christian von Blohn, Orgel

perc.pro PP20152017, Preiscode: CE, VÖ: 13.9.2017, 4260029190724

2017 liegt Georg Philipp Telemanns Tod 250 Jahre zurück, und so wird einer der produktivsten Komponisten des Hochbarock denn auch derzeit entsprechend gewürdigt. So wie mit dieser Aufnahme mit dem brillanten Trompeter Reinhold Friedrich, die Werke Telemanns mit Kompositionen seines Freundes Johann Sebastian Bach und dessen Söhnen verbindet – wobei Carl Philipp Emanuel Patensohn Telemanns war und dem nach dessen Tod ins Amt des Hamburger Musikdirektors nachfolgte.

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