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Neuheiten vom 27.9.2017

 

Sergej Prokofjew (1891-1953)

Violinwerke:
Violinkonzert Nr. 2 g-moll op. 6
Sonate für Violine solo D-dur op. 115
Fünf Melodien op. 35bis
Marsch aus “Die Liebe zu den drei Orangen”
Andante op. 29bis aus der 4. Klaviersonate

Rosanne Philippens, Violine
Julien Quentin, Klavier
Sinfonieorchester St. Gallen, Otto Tausk

Channel Classics CCS39517, Preiscode: CF, VÖ: 27.9.2017, 723385395171

Rosanne Philippens verbindet kraftvoll, rhythmisch und lyrisch zugleich Extreme. So hat sie nun ihren Lebensmittelpunkt von Amsterdam nach Berlin verlegt, wo sie am 17. Oktober 2017 ihre aktuelle Einspielung an einem neuen Ort präsentieren wird, der ebenso Gegensätze verknüpft: im Orania.Berlin. Für Rosanne Philippens ist dies der perfekte Ort, um ihre Prokofjew-Interpretationen vorzustellen.

Bei Prokofjew schätzt sie besonders dessen Radikalität. Sie ist fasziniert von der perfekten Balance schöner Melodik und mitreißender Rhythmik mit einer Mischung von zwingender mathematischen Logik und großer Empathie. Insbesondere begeistert die Geigerin, dass auch die Miniaturen Prokofjews ganze Geschichten erzählen. Entsprechend fokussiert waren Rosanne Philippens und der Pianist Julien Quentin zur Aufnahme der Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35a im nur spärlich beleuchteten intimen Studio. Ganz im Gegensatz dazu wurde das Violinkonzert mit dem Sinfonieorchester St. Gallen mit Blick auf die Alpen eingespielt.

Eine ähnliche Verbindung der Gegensätze bietet der Konzertort der CD-Präsentation: Das Orania.Berlin möchte direkt am Kreuzberger Oranienplatz die Tradition der Kommunikation zwischen Alpengipfeln auf Schloss Elmau im Urbanen fortsetzen. Der Saloncharakter passt wunderbar zu Rosanne Philippens‘ Salon-Konzertreihe, die mittlerweile so etabliert ist, dass sie nun auch im Amsterdamer Hafen zu Gast sein wird.

 

 

 

Lyrische Reise zu Strauss und Lekeu

Richard Strauss: Violinsonate op. 18; Lied “Epheu”
Guillaume Lekeu: Violinsonate G-dur; Lied “Sur une tombe”

Rachel Kolly d‘Alba, Violine
Christian Chamorel, Klavier

Indésens INDE098, Preiscode: CE, VÖ: 27.9.2017, 3760039831194

Auf ihrer Stradivari von 1732 präsentiert Rachel Kolly d‘Alba mit ihrem langjährigen Duopartner Christian Chamorel frühe Meisterwerke von Strauss und Lekeu. Diese Sonaten haben einiges gemeinsam: ihren handwerklichen Anspruch ebenso wie ein hohes Maß an lyrischen Momenten. Dies zeigt sich besonders in der extremen Schönheit der langsamen Sätze. Bei Strauss verblüfft das Hinwegsetzen über jegliche formale Struktur, und der Satz von Lekeu gehört zu den ergreifendsten Stücken der Violinliteratur überhaupt.

 

 

 

Marie Jaëll (1846-1925)

Sämtliche Klavierwerke:
Klavierkonzerte 1 und 2; 18 Pièces d’après la lecture de Dante; Sonate, Valses; Petits morceaux, Bagatelles; Sept pièces faciles; Deux méditations u.a.

Cora Irsen, Violine
WDR Funkhausorchester, Arjan Tien

Querstand VKJK1713, Preiscode: HB (5 CD), VÖ: 27.9.2017, 4025796017137

Ausgezeichnet mit dem ECHO Klassik 2017

Die aus dem Elsass stammende Pianistin Marie Jaëll ist heute vor allem aufgrund ihres klavierpädagogischen Wirkens im musikhistorischen Bewusstsein. Allerdings greift dies zu kurz, denn die zu Lebzeiten gefeierte Pianistin und kluge Musikpädagogin hinterließ ein umfängliches und herausragendes kompositorisches Œuvre nicht allein für ihr Instrument. Geprägt vom Geiste der Romantik, aber auch der eigenwilligen Unabhängigkeit der gebildeten Dame in Pariser Salons, doch insbesondere durch die eigene mutmaßlich außerordentliche Virtuosität entwickelte sie einen unverwechselbaren Stil, den zu entdecken nicht nur für Liebhaber romantischer Klaviermusik über die Maßen lohnend ist.

Cora Irsens Gesamteinspielung der Klavierwerke Marie Jaëlls enthält als Hauptwerke die beiden Klavierkonzerte aus den 1880er Jahren, wobei das zweite in Weimar komponiert wurde, als Jaëll bei Franz Liszt weilte und diese beiden Seelenverwandten auch fleißig über Musik diskutierten – so hört man in diesem Konzert Einflüsse von Liszts Spätstil, obwohl Jaëll ihren eigenen Kompositionsstil niemals aufgibt.

Partner Cora Irsens bei der Einspielung der Konzerte ist das WDR Funkhausorchester mit Sitz in Köln, europaweit das einzige Sinfonieorchester, das auf unterhaltende Musik in ihrer ganzen Bandbreite spezialisiert ist – aber es kommt auch mit „ernstem“ Repertoire bestens zurecht, wie die vorliegende, unter der Stabführung des deutsch-niederländischen Dirigenten Arjan Tien entstandene Aufnahme beweist.

 

 

 

Martha Argerich in New York

Prokofjew: Sonate Nr. 7 B-dur op. 83
Liszt: La leggeriezza
Chopin: Etüde op. 10,4; Nocturne op. 15,1; Barcarolle op. 60; Mazurkas, Scherzo Nr. 3
Schumann: Fantasie op. 17

Martha Argerich, Klavier

Idis IDIS6707, Preiscode: BC, VÖ: 27.9.2017, 8021945003149

Das vollständige Carnegie Hall Debüt der damals fünfundzwanzigjährigen Martha Argerich im Jahr 1966 zeigt schon ihre überragenden musikalischen Fähigkeiten, mit denen sie bis heute das Publikum fasziniert. Aufgezeichnet in einer ungewöhnlich guten Aufnahmequalität ist es ein Vergnügen, der Künstlerin bei der Interpretation dieses anspruchsvollen Programms zuzuhören.

 

 

 

Sergiu Celibidache dirigiert

Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
Cherubini: Symphonie D-dur
Bäck: Intrada

Orchestra del Teatro „La Fenice“ di Venezia

Idis IDIS6708, Preiscode: BC, VÖ: 27.9.2017, 8021945003156

Dem extrem vielseitigen Dirigenten lag es nicht, in seinen Konzerten immer wieder das Standardrepertoire abzuspielen. Viel lieber kombinierte er Werke ganz verschiedenen Ursprungs und Stils, und das oft genug mit verblüffenden Ergebnissen. So begann er auch das Konzert am 31. Oktober 1965 in Venedig zwar mit einem klassischen Meisterwerk, den „Bildern einer Ausstellung“, setzte dann aber mit einer vergessenen  Symphonie Cherubinis fort und schloss mit der genialen, ebenso unbekannten „Intrada“ des schwedischen Komponisten Sven Erik Bäck.

 

 

 

Vincenzo Bellini

I Capuleti e i Montecchi

Rinaldi, Aragall, Pavarotti, Zaccaria, Monachesi
Coro del Teatro Comunale di Bologna
Residentie Orkest Den Haag, Claudio Abbado

Idis IDIS6709, Preiscode: CG (2 CD), VÖ: 27.9.2017, 8021945003163

Dies ist eine legendäre Aufnahme mit Abbado am Pult, Aragall als Romeo und Pavarotti in der Rolle des Tebaldo. Die geballte künstlerische Kompetenz lässt eine der schönsten Partituren Bellinis in neuem Glanz erstrahlen. Denn dieses Melodram ist fraglos eines der größten Meisterwerke der italienischen Romantik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aufgenommen live in Den Haag am 30. Juni 1966.

 

 

 

Vincenzo Bellini

I Puritani (Auszüge)

Kraus, Sutherland, Wolansky, Ghiuselev, Cole
San Francisco Opera Chorus and Orchestra, Richard Bonynge

Idis IDIS6711, Preiscode: BC, VÖ: 27.9.2017, 8021945003170

Joan Sutherland ist für ihre großartigen Aufnahmen der Opern Donizettis und Bellinis an der Seite Luciano Pavarottis in den 1960er Jahren berühmt. Aber sie hatte auch andere großartige Bühnenpartner, darunter Alfredo Kraus, wie auf dieser Liveaufnahme aus San Francisco aus dem Jahr 1966 zu hören ist.

 

 

 

Die Legende Alirio Diaz

Vol. 2: Studioaufnahmen 1963 mit Werken von Albéniz, Granados, De Falla, Malats, Segovia, Turina, Torroba, Sáinz de la Maza

Alirio Diaz, Gitarre

Idis IDIS6712, Preiscode: BC, VÖ: 27.9.2017, 8021945003187

Diaz (1923-2016) stammte aus Venezuela. Nach seiner Ausbildung, die er in Madrid abschloss, wurde er Assistent von Andrés Segovia an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. 1964 ließ er sich in Rom nieder, von wo aus er als Gitarrist in ganz Europa, den USA, Japan, Australien und seinem Heimatland Venezuela auftrat mit einem Repertoire, das Werke von Scarlatti, Corbetta und Vincenzo Galilei ebenso umfasste wie Bearbeitungen lateinamerikanischer und neapolitanischer Volksweisen und Werke zeitgenössischer venezolanischer Komponisten. Er gab Meisterklassen und nahm mehr als dreißig Alben auf.

 

 

 

Presti & Lagoya

Vol. 4: Studio- und Liveaufnahmen 1965
mit Werken von Händel, Rodrigo, Marcello, Pasquini, Scarlatti, Albinoni und Bach (Französische Suite Nr. 5)

Ida Presti, Alexandre Lagoya, Gitarre

Idis IDIS6713, Preiscode: BC, VÖ: 27.9.2017, 8021945003194

Eine weitere Wiederveröffentlichung von Aufnahmen eines der berühmtesten Gitarrenduos. Diesmal sind kaum bekannte Aufnahmen aus dem Jahr 1965 zu hören wie die „Tonadilla“ von Rodrigo oder die drei Stücke von Händel, die Lagoya für das Duo adaptiert hatte. Und schließlich noch eine absolute Rarität: Bachs vollständige 5. französische Suite in einer Liveaufnahme.

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