Diese Site

Katalogkategorien

Neuheiten vom 4.10.2017

 

Oskar Gottlieb Blarr (*1934)

Orgelwerke 2007-2017:
Vier Tänze
Drei Albumblätter
Fünf Intonationen
Der Bach-Pokal

Martin Schmeding, Orgeln der Neanderkirche Düsseldorf

Cybele CYB061701, Preiscode: CK, VÖ: 4.10.2017, 809548018122

SACD hybrid (Stereo, 5.1 Multichannel und Kunstkopf 3D)

Als in den 1960er Jahren ein Orgelneubau in der Neanderkirche in der Altstadt von Düsseldorf geplant wurde, rückte man schnell vom zunächst vorgesehenen, neobarocken Konzept ab. Gerhard Schwarz, die zentrale Persönlichkeit des Düsseldorfer Kirchenmusiklebens, wollte ein ganz neues Orgelkonzept als Ergänzung und Erweiterung der Orgellandschaft entwerfen. Hierfür fand er in Oskar Gottlieb Blarr, dem damaligen Kantor und Organisten der Neanderkirche, einen idealen Partner. Bis zur Einweihung am 27. Juni 1965 konnte das „Wunderkind“ der Düsseldorfer Orgelszene erbaut werden. Schnell wurde diese einzigartige Orgel zum Publikums- und Interpreten-Magnet!

Nun hat Ausnahme-Organist und ECHO-Klassik-Preisträger Martin Schmeding, der selbst als Nachfolger von Oskar Gottlieb Blarr als Kantor der Neanderkirche tätig war, an dieser einzigartigen Orgel dessen neuesten Werke auf Super Audio CD in Stereo, Surround und 3D-Binaural-Stereo eingespielt.

Oskar Gottlieb Blarr studierte ab 1962 bei bedeutenden Komponisten wie Bernd Alois Zimmermann (Köln) oder Krzysztof Penderecki (Essen). Sein Diplom erhielt er im Jahr 1976 in Düsseldorf, wo er bei Milko Kelemen und Günther Becker studierte. 1968 folgten mehrere Arbeitsbegegnungen mit Olivier Messiaen in Düsseldorf, Karlsruhe, Jerusalem und Paris. Blarr erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1977 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für Bartók auf der Orgel.

 

 

 

Arrangements für zwei Orgeln und Schlagzeug

Rheinberger: Orgelkonzert Nr. 2
Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung

Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Orgel
Konrad Graf, Schlagzeug

hd-klassik 3D001701, Preiscode: CK, VÖ: 4.10.2017, 809548018320

SACD hybrid (Stereo, 5.1 Multichannel und Kunstkopf 3D)

3D Binaural Series vol. 1

In einem neuen Arrangement von Jörg Endebrock sind die berühmten „Bilder einer Ausstellung“ und Rheinbergers 2. Orgelkonzert auf zwei Orgeln und Schlagzeug zu hören. Die zwei in der Wiesbadener Lutherkirche einander gegenüberstehenden Orgeln bieten eine hervorragende Voraussetzung, die Vorteile der Kunstkopftechnik in 3D darzustellen. Dabei wird ganz puristisch mit nur zwei Mikrofonen ohne jegliche Filter oder Effekte aufgenommen und gemastert. Durch die Wiedergabe dieser 3D-Version über Kopfhörer wird der Hörer nahezu direkt an den Ort des Geschehens versetzt, als würde er die Aufnahme live miterleben. Es entsteht ein natürlicher Klang-und Raumeindruck, der dem des menschlichen Gehörs sehr nahe kommt.

 

 

 

Wypior spielt Schumann

Robert Schumann:
Kreisleriana, op. 16
Waldszenen, op. 82
Thema mit Variationen (“Geistervariationen”)

Thomas Wypior, Klavier

PASCHENrecords PR170040, Preiscode: CE, VÖ: 4.10.2017, 4250976100402

Schon seit Jahrtausenden ist in vielen Religionen und Mythen von Geistwesen die Rede, die als Übermittler von Botschaften aus dem Jenseits gelten. Solche Wesen, genauer die Geister Schuberts und Mendelssohns, seien auch Robert Schumann erschienen, „die ihm teils ,wundervolle‘, teils ,gräßliche‘ Musik darboten” und Einfluss auf eines seiner letzten Werke (Thema mit Variationen in Es-Dur) nahmen, so Clara Schumann. Diesem und zwei weiteren Werken Schumanns – den beiden Klavierzyklen Kreisleriana und Waldszenen – widmet sich Pianist Thomas Wypior für sein PASCHENrecords Debüt. Mit der Interpretation dieser sehr unterschiedlichen Charakter- und Cantus-Firmus-Variationen spannt Wypior den einen weitreichenden Bogen von einem der Schlüsselwerke der romantischen Klavierliteratur über eine der Lieblingskompositionen des Komponisten selbst bis hin zu den sogenannten Geistervariationen. Dabei bringt der Pianist sein musikalisches Einfühlungsvermögen sowie seine Virtuosität in besonderer hörenswerter Weise zum Ausdruck.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Musikalisches Opfer, BWV 1079
Aria aus den Goldberg-Variationen, BWV 988
XIV Kanons über das Soggetto der Goldberg-Variationen, BWV 1087
Sonate G-dur für Flöte, Violine und B.c., BWV 1038

Masaaki Suzuki, Cembalo
Mitglieder des Bach Collegium Japan

BIS BIS-SACD-2151, Preiscode: CD, VÖ: 4.10.2017, 7318599921518

Bachs Besuch bei Friedrich II in Potsdam am 7. Mai 1747 ist das bestdokumentierte Ereignis im ansonsten so unspektakulären Leben des Komponisten. Der König gab Bach ein sehr schwer zu behandelndes Thema für eine Fuge auf. Und Bach setzte sich ans Cembalo und improvisierte. Der König war höchst beeindruckt; Bach selbst weniger, und so arbeitete er, nach Leipzig zurückgekehrt, das Thema schriftlich noch einmal aus. Als Ergebnis erschien einige Monate später das „Musikalische Opfer“ im Druck, eine Sammlung von 13 Stücken in diversen Genres: Fugen, Kanons und eine Triosonate, die alle das „königliche Thema“ zur Grundlage haben. Dem „Musikalischen Opfer“ folgt bei dieser Aufnahme ein weitere Kanonsammlung: erst 1974 wurde eine handschriftliche Ergänzung Bachs zu den Goldberg-Variationen gefunden, die in Bachs eigener Druckausgabe lag: die 14 Kanons über das Goldberg-Thema. Die haben alla die ersten acht Baßnoten der einleitenden Aria zur Grundlage.

 

 

 

Kalevi Aho (*1949)

Konzert für Sopransaxophon und Kammerorchester (2014/15)
Quintett für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier (2013)
Solo I für Violine (1975)

Anders Paulsson, Sopransaxophon
Jaakko Kuusisto, Violine
Lapland Chamber Orchestra, John Storgårds

BIS BIS-SACD-2216, Preiscode: CD, VÖ: 4.10.2017, 7318599922164

Bis heute hat Aho 16 Symphonien und 24 Konzerte geschrieben, einige Opern und eine Vielzahl von Kammermusikwerken. Das ist besonders beeindruckend, wenn man die Komplexität und Originalität seiner Kompositionen bedenkt. Viel hat Aho mit dem Lapland Chamber Orchestra und John Storgårds zusammen gearbeitet. Das Konzert für Sopransaxophon ist denn auch vom Orchester auf Anregung des schwedischen Saxophonisten Anders Paulsson bei ihm bestellt worden. Genau ein Jahr früher entstand das Quintett für Bläser und Klavier, hier zu hören in einer Interpretation durch den Pianisten Väinö Jalkanen und Holzbläser des Lapland Chamber Orchestra. Die ungewöhnliche Besetzung erklärt sich aus dem Umstand, dass dieses Werk als Begleiter zum Quintett Mozarts gedacht war, das dieselbe Besetzung aufweist.

 

 

 

Bezaly und Ashkenazy

spielen Sonaten für Flöte und Klavier
Franck: Sonate A-dur
Fauré: Sonate Nr. 1 A-dur, op. 13
Prokofjew: Sonate D-dur, op. 94

Sharon Bezaly, Flöte
Vladimir Ashkenazy, Klavier

BIS BIS-SACD-2259, Preiscode: CD, VÖ: 4.10.2017, 7318599922591

Über die letzten 20 Jahre hat Sharon Bezaly mit internationalem Erfolg mehr als 40 CDs auf BIS veröffentlicht. Dabei war die Präsentation neuen Repertoires ihr stets ein besonderes Anliegen. Mit dieser Einspielung kehrt sie nun zu etablierten Stücken des Konzertbetriebs zurück – auch wenn die nicht unbedingt für ihr Instrument geschrieben wurden. Denn die beiden Sonaten von Franck und Fauré waren eigentlich für Violine gedacht und sind hier in Adaptionen durch Jean-Pierre Rampal bzw. Sharon Bezaly zu hören. Prokofjews Sonate wiederum war ursprünglich für Flöte komponiert, wird aber meistens in der vom Komponisten selbst stammenden Bearbeitung für Violine und Klavier aufgeführt.

 

 

 

Niccolò Paganini

24 Capricen für Violine solo

Sueye Park, Violine

BIS BIS-SACD-2282, Preiscode: CD, VÖ: 4.10.2017, 7318599922829

Paganinis Capricen gehören zu den wenigen Werken, die nicht nur im Bereich der Klassik sich höchster Beliebtheit erfreuen, sondern auch in der Unterhaltungsmusik eine Heimat fanden. Denn das Thema wurde u.a. von Benny Goodman und Andrew Llyod Webber verwendet. Und bis heute sind die Capricen ein Prüfstein für alle Geiger, denn Paganini setzt die ganze Palette der Violintechniken ein, und das auch noch in Kombinationen, Techniken, die zu seiner Zeit als nahezu unspielbar betrachtet wurden. Dabei sind sie zugleich von ungewöhnlicher musikalischer Schönheit und Sensibilität. Die 2000 geborene koreanische Geigerin Sueye Park stellt sich auf ihrer ersten Veröffentlichung dieser Herausforderung. Park studiert seit 2009 in Berlin und traf auf Paganini zum ersten Mal im Alter von 11 Jahren, als sie das 1. Violinkonzert Paganinis in der Komischen Oper Berlin spielte.

 

 

 

Das Cello in Kriegszeiten

Debussy, Bridge und Fauré: Sonaten
Webern: Drei kleine Stücke
Saint-Saëns: Der Schwan
Parry: Jerusalem
Novello: Keep the home-fires burning
Trad: God save the King

Steven Isserlis, Cello und Trench Cello
Connie Shih, Klavier

BIS BIS-SACD-2312, Preiscode: CD, VÖ: 4.10.2017, 7318599923123

Dieses Album ist eine Zeitreise – zurück in die Zeit des 1. Weltkriegs. Isserlis beginnt das Programm mit drei Sonaten, die in diesen Jahren komponiert wurden. Doch dann tauscht er seine „Marquis de Corberon“-Stradivari gegen ein Instrument, das einst in den Schützengräben vor Ypern gespielt und gehört wurde: ein sogenanntes Trench Cello. Harold Triggs, der Besitzer des Instruments, brachte es aus Flandern nach England mit. Die Idee: Der Korpus ist zugleich die Schachtel, in der Griffbrett und Wirbel, Stachel und Steg sowie der Bogen transportiert werden können. Nach etwa fünfminütigem Aufbau wird so aus der Kiste ein spielbares Cello. Andere Soldaten bauten sich auf ähnliche Weise Geigen oder Flöten aus allem Material, das sie halt auf den Schlachtfeldern finden konnten. Diese Instrumente legen so ein sehr bewegendes Zeugnis ab  von der unstillbaren Suche der Menschen nach Schönheit und Freude, selbst auf diesen fürchterlichen Schlachtfeldern. Mit der einfühlsamen Unterstützung durch Connie Shih (selbst Klaviere fanden den Weg in die Schützengräben!) entführt uns Steven Isserlis auf ein Schlachtfeld nahe Ypern während einer kurzen Feuerpause zu Soldaten, die ausruhen, nach Hause schreiben oder Karten spielen und mit Hilfe der Musik von einem anderen Leben an anderem Ort träumen.

 

 

 

Amanda Maier

Werke vol. 2:
Sonate h-moll für Violine und Klavier
9 Stücke für Violine und Klavier
Vier Lieder

Sabina Bisholt, Sopran
Cecilia Zilliacus, Violine
Bengt Forsberg, Klavier

dbProductions DBCD182, Preiscode: CE, VÖ: 4.10.2017, 7393787171821

Ersteinspielung

Immer noch und immer wieder hält die Musikgeschichte ungehobene Schätze und Überraschungen bereit. Das schwedische Label dbProductions nimmt sich jetzt der Werke von Amanda Maier an. Die war verheiratet mit Julius Röntgen (einem Komponisten und Vetter des berühmten Physikers Wilhelm Conrad Röntgen) und eine enge Freundin von Edvard Grieg, Johannes Brahms, Anton Rubinstein, Joseph Joachim und vielen anderen Größen ihrer Zeit.  Die junge Schwedin (ihr Vater, Carl Eduard Maier, stammte aus Riedlingen) erhielt eine Ausbildung an Geige und Klavier und studierte schließlich in Leipzig als Privatstudentin von Engelbert Röntgen, Carl Reinecke und Ernst Friedrich Richter. Nach der sehr erfolgreichen Uraufführung ihres Violinkonzerts in Halle an der Saale (1875) mit ihr selbst als Solistin folgten ausgedehnte Konzerttourneen. Nach ihrer Heirat 1880 trat sie nicht mehr als Violinistin auf, komponierte aber weiterhin. In Amsterdam, wohin sie mit ihrem Mann übersiedelt war, führte sie einen sehr beeindruckenden musikalischen Salon.

Suche