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Neuheiten vom 15.11.2017

 

Sinfonien

Niels Wilhelm Gade: Sinfonie Nr. 3 a-moll op. 15
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie d-moll (Reformationssymphonie) MWV N15 (Bearbeitung: Torsten Sterzik)

Julia Sophie Wagner, Sopran
Martin Petzold, Tenor
GewandhausChor
camerata lipsiensis, Gregor Meyer

Querstand VKJK1712, Preiscode: CF, VÖ: 15.11.2017, 4025796017120

Felix Mendelssohn Bartholdy schrieb seine sogenannte Reformations-Sinfonie 1830 zur Dreihundert-Jahr-Feier der Augsburger Konfession, dem noch heute gültigen Glaubensbekenntnis der lutherischen Kirchen und Gemeinden. Überlegungen, den lutherischen Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ sinfonisch zu verarbeiten, trug er schon länger in sich. Der Komponist schuf für dieses Werk ein sinfonisches Modell, das einerseits wirklich in der Nachfolge Beethovens stand und andererseits in der konzeptionellen Disposition weit in die Zukunft reichte. Die formale Anlage der Sinfonie führt stringent zum formsprengenden und überdimensionalen letzten Satz – eine ausschweifende Choralbearbeitung über „Ein feste Burg ist unser Gott“. Vor diesem mächtigen Finale wirken die ersten drei Sätze wie Vorspiele.

Mit der auf dieser CD eingespielten Fassung von Torsten Sterzik wird dem Werk eine musikalische und textliche Erweiterung zuteil, die sehr sensibel vorgeht und kaum in die musikalische Faktur des Werkes eingreift. Diese vokalsinfonisch erweiterte Fassung, veröffentlicht beim Verlag Breitkopf & Härtel Wiesbaden, erlebt auf der vorliegenden, im Gewandhaus zu Leipzig aufgenommenen CD ihre Ersteinspielung.

Niels Wilhelm Gade konnte durch ein Stipendium des dänischen Königshauses in Leipzig studieren. Hier knüpfte er enge Kontakte u. a. zu Mendelssohn. Unter dessen hilfreicher Ägide stürmte er 1843 mit den Erst- bzw. Uraufführungen seiner Ouvertüre „Nachklänge von Ossian“ und der Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 5 im Gewandhaus in die erste Reihe der europäischen Komponisten. Auch der Erfolg der auf dieser CD zu hörenden Sinfonie Nr. 3 a-Moll war so überwältigend, dass sie kurz nach ihrer Uraufführung am 9. Dezember 1847 bereits am 10. Januar 1848 in einem Sonderkonzert wiederholt wurde.

 

 

 

Nach Markus. Passion

Johann Sebastian Bach – Steffen Schleiermacher

Gesine Ader, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Eric Stokloßa, Tenor
Dirk Schmidt, Bass
Collegium Vocale Leipzig
Merseburger Hofmusik, Michael Schönheit

Paschenrecords PR170042, Preiscode: EB (2 CD), VÖ: 15.11.2017, 4250976100426

Die Matthäus- und die Johannes-Passion gehören zu Johann Sebastian Bachs bekanntesten Werken – die Existenz der Markus-Passion ist hingegen nur wenigen geläufig. Das mag daran liegen, dass nur Fragmente dieses Werkes überliefert sind oder die üblichen Aufführungen sehr unterschiedliche Formen annehmen – welche nach Michael Schönheit allerdings nie so ganz den Charakter eines Provisoriums verloren. So trat der Organist und Dirigent an den Komponisten Steffen Schleiermacher heran, um gemeinsam eine ganz neue und eigene Form der Markus-Passion zu erschaffen.

Das Ergebnis trägt den Titel Nach Markus. Passion und beruht auf einem neu entstandenen Libretto des Theologen Christian Lehnert. Schleiermacher greift in seinem Werk auf die historische Besetzung der Markus-Passion zurück und übernimmt auch die originalen Arien und Chorstücke. Mit den zahlreichen, durch andere Quellen vollständig erhaltenen Chorälen geht er hingegen sehr frei um – mal erklingen sie vollständig, mal fragmentarisch, manche sind “beschädigt” und manche auch kaum zu erahnen.

Den Hörer erwarten völlig neuartige Klangeindrücke von Bachs Musik, die gerade im Nebeneinander mit der Komposition Schleiermachers einen eindrucksvollen Charakter bekommt. Das Collegium Vocale Leipzig und die Merseburger Hofmusik verstehen es, das Gesamtwerk Nach Markus. Passion auf besondere Art zu interpretieren und lassen diese PASCHENrecords-Einspielung so zu einer echten Neuentdeckung – in mehrfacher Hinsicht – werden.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Dritter Theil der Clavier Übung

Carsten Zündorf, Orgel

Kaleidos KAL63382, Preiscode: DB (2 CD), VÖ: 15.11.2017, 4260164633827

Auf dieser Doppel-CD widmet sich Carsten Zündorf einem Meilenstein barocker Orgelmusik: Bachs „Dritter Theil der Clavier Übung“. Die 1739 (zur 200-Jahr-Feier der Predigt Martin Luthers in der Thomaskirche zu Leipzig) erschienene Sammlung verschiedener Choralbearbeitungen gilt als eine der wichtigsten musikalischen Deutungen von Theologie und Liedern Martin Luthers durch Johann Sebastian Bach. Die „Clavier Übung“, von Albert Schweitzer auch „Orgelmesse“ genannt, wird als ein Höhepunkt in der Geschichte der Orgelkomposition angesehen, nicht zuletzt deshalb, weil sie einen tiefen Einblick in die theologische Weltsicht Bachs und ihrer musikalischen Umsetzung ermöglicht. Umrahmt von Präludium und Fuge in Es-Dur hat Bach die lutherische Missa brevis (Kyrie und Gloria) sowie die Katechismus-Choräle Martin Luthers zu den Zehn Geboten, Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Taufe, Beichte und Abendmahl vertont. Die Choralbearbeitungen sind hochkomplexe Kunstwerke, die eine symbolische Ebene enthalten, voll rhetorischer Figuren und theologischer Bezüge. Carsten Zündorf spielt auf der Flentrop-Orgel von St. Marien, Osnabrück – ein überaus klangschönes und für dieses Werk ideales Instrument.

 

 

 

René de Boisdeffre (1838-1906)

Werke für Flöte und Klavier:
Sonate op. 50
Serenaden opp. 59, 85
Pastorale op. 90
Drei Stücke op. 31
Doux sommeil op. 38,5
Au bord d’un ruisseau op. 52
Canzonetta op. 39,8
Andalouse

Robert Nalewajka, Flöte
Joanna Lawrynowicz, Klavier
Dobroslawa Siudmak, Violine

Acte Prealable AP0379, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653799

Ersteinspielung

Zwischen 1878 und 1888 hatte Boisdeffre seine produktivsten Jahre. Für seine Kammermusik wurde er von der Akademie der schönen Künste mit dem Prix Chartier ausgezeichnet. Dabei sind seine Werke eine interessante Mischung im Rückgriff auf den romantischen Stil der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, insbesondere auf den Stil Mendelssohns, wobei er zugleich mit der Form experimentiert und kaum im strengen Sinne dem Aufbau der Wiener Klassik folgt.

 

 

 

Klavieretüden

Carl Czerny: Die Kunst der Fingerfertigkeit op. 740
Moritz Moszkowski: 2 Études aus op. 72
Grazyna Bacewicz: 10 concert etudes
Marian Sawa: Four etudes

Marcin Tadeusz Lukaszewski, Klavier

Acte Prealable AP0380, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653805

Ersteinspielung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts emanzipierte sich die Etüde vom rein technisch gedachten Fingerübungsstück zu einem eigenständigen Genre mit Muzio Clementi als Vorreiter bis hin zur kunstvollen Konzertetüde eines Frédéric Chopin. Lukaszewski hat für dieses Album Etüdensammlungen ausgewählt, die von Czernys noch mehr technisch gedachten Übungen bis zu den raffinierten Etüden der Grazyna Bacewicz reichen.

 

 

 

Konrad Øhrn (*1950)

Die Flötenmusik:
Dances - a suite
Scherzo-Polka
Aus “10 Miniaturen”: Nrn. 1, 3, 5, 9
Concerto for 2 flutes and strings

Tora Røstvik, Katarzyna Kaminska, Flöte
The European Flute Ensemble
CoOperate Orchestra, Adam Domurat

Acte Prealable AP0381, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653812

Ersteinspielung

Dieses Album ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen norwegischen und polnischen Künstlern und HochschullehrerInnen. Ausgewählt wurden aus dem Schaffen des Komponisten, der auch viel Unterrichtsliteratur schreibt, vor allem Werke, die in den Universitäten erarbeitet und erprobt wurden.

 

 

 

Otton Mieczyslaw Zukowski (1867-1942) und seine Brüder

Sämtliche geistlichen Werke vol. 7: Geistliche Gesänge und entsprechende Werke von Stanislaw und Aleksander Zukowski

Beata Koska, Mezzosopran
Robert Kaczorowski, Bariton
Ewa Rytel, Orgel
Choir Music Everywhere, Beata Snieg

Acte Prealable AP0391, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653911

Ersteinspielung

Nach Studien in Lwow und Wien arbeitete Zukowski als Lehrer in Czerniowce. Seine Werke sind getrieben von großem Patriotismus und strenger Glaubenstreue. Der Kampf für ein freies, unabhängiges Polen ist in seinen Werken immer wieder nachvollziehbar.

 

 

 

Gabriel Kaczmarek (*1986)

Królowa Sniegu (Schneekönigin)

Kierepka, Dobkowska, Stefaniak, Tarasiuk-Andrzejewska, Raczkiewicz, Musielska
Choir Cantanti
Sinfonietta Polonia, Cheung Chau

Acte Prealable AP0398, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653980

Ersteinspielung

Im März 2016 wurde die Musik zur Novelle von Christian Andersen nach einer Idee von Anna Niedzwiedz in Poznan uraufgeführt. Kaczmarek versucht dabei einen Mittelweg zwischen den sehr unterschiedlichen Erwartungen des Publikums: die einen hören „zeitgenössische Musik“ und erwarten komplexe Avantgarde, die anderen hören „Musik zu einem (Kinder-)märchen“ und erwarten Unterhaltung.

 

 

 

Dominus natus est

Weihnachtslieder von Pekiel, Szamotul, Niewiadomski, Maklakiewicz, Nowowiejski und aus der Sammlung Staniatki Canticles (1707)

Ensemble QuattroVoce

Acte Prealable AP0399, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741653997

Das professionelle Vokalquartett fand sich 2011 zusammen. Alle Sängerinnen und Sänger haben ihre Ausbildung an der Chopin-Hochschule in Bialystok erhalten. Für dieses Album haben sie alte und neue Weihnachtslieder aus dem reichen Schatz polnischer Gesangskultur zusammengetragen.

 

 

 

Otton Mieczyslaw Zukowski (1867-1942)

Ave Magnum Rex Coelorum. Weihnachtliche Vokalduette

Marta Wroblewska, Sopran
Aleksandra Pawluczuk, Mezzosopran
Piotr Kusiewicz, Pawel Pecuszok, Tenor
Przemyslaw Kummer, Bassbariton
David Zarzycki, Klavier

Acte Prealable AP0403, Preiscode: CE, VÖ: 15.11.2017, 5901741654031

Ersteinspielung

Nach Studien in Lwow und Wien arbeitete Zukowski als Lehrer in Czerniowce. Seine Werke sind getrieben von großem Patriotismus und strenger Glaubenstreue. Der Kampf für ein freies, unabhängiges Polen ist in seinen Werken immer wieder nachvollziehbar.

 

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