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Neuheiten vom 7.3.2018

 

Osterspiel

Ein anonymes mittelalterliches Osterspiel aus dem Kloster Wienhausen

Ensemble devotio moderna, Ulrike Volkhardt

Cantate C58210, Preiscode: AG (8-cm-CD!), VÖ: 7.3.2018, 4012476582108

Das Osterspiel ist mittelalterliches kirchliches Theater. Im Zentrum stehen die Frauen am leeren Grab Christi und die Begegnung Maria Magdalenas mit dem Auferstandenen. Das Kloster Wienhausen besitzt zwei der wenigen erhaltenen Handschriften mit einem Osterspiel und zudem ein Heiliges Grab, das das Ostergeschehen bildhaft für das nicht lesekundige Volk veranschaulichte. Die Einspielung des Wienhäuser Osterspiels ist Teil der Dokumentation der mittelalterlichen Musikbestände der Heideklöster (Cantate C58032-C58037)

 

 

 

Amen Hayr Surb

Armenische Sakralmusik und Werke von J. S. Bach

Lilti Tonoyan, Violine
Davit Mekonyan, Cello

Kaleidos KAL63402, Preiscode: CE, VÖ: 7.3.2018, 4260164634022

In ihrem Programm „Amen Hayr Surb“ verbindet die armenische Violinistin Lilit Tonoyan eigene Arrangements mittelalterlicher armenischer Sakralgesänge mit ausgewählten Werken Johann Sebastian Bachs. Da es bisher keine instrumentalen Fassungen der Sakralmusik Armeniens gibt, hat sich Lilit Tonoyan der Aufgabe gewidmet, ausgewählte Sakralgesänge des frühen Mittelalters für Violine solo (und im Duo mit Cello) zu arrangieren. Gemeinsam mit dem ebenfalls aus Armenien stammenden Cellisten Davit Melkonyan gelingt ihr damit eine einzigartige Symbiose zweier Welten – musikalische Meditationen, voll Spiritualität und Inspiration!

 

 

 

Allan Pettersson

Symphonie Nr. 5
Symphonie Nr. 7

Norrköping Symphonieorchester, Christian Lindberg

BIS BIS-SACD-2240, Preiscode: CD, VÖ: 7.3.2018, 7318599922409

Auffällig am Personalstil Petterssons ist der stete Wechsel, das Aufbauen harter Kontraste. Mal hoch expressiv, dann wieder von entspannter Ruhe, mal voller komplexer und dissonanter Klänge, dann wieder mit Passagen friedlicher, einfacher Melodien und Harmonien. Die beiden hier vorgestellten Symphonien aus den Jahren 1963 und 1968 verkörpern diesen Personalstil gleichermaßen und waren wichtige Meilensteine beim Aufbau von Petterssons internationalem Ruf. Nicht zuletzt die beeindruckende 5. Symphonie trug dazu bei, dass Pettersson 1964 als einer der ersten Komponisten einen lebenslangen staatlichen Unterhalt zugesagt bekam. Den ganz großen Durchbruch brachte vier Jahre später die 7. Symphonie in der Uraufführung durch ihren Widmungsträger Antal Doráti, für die es einen schwedischen „Grammy“ gab.

 

 

 

Vito Palumbo (*1972)

Drei Konzerte:
Concerto Barocco für Cembalo und Streicher
Cellokonzert
Blockflötenkonzert für „Eagle-Recorder“ und großes Orchester

Dan Laurin, Blockflöte
Anna Paradiso, Cembalo
Mats Olofsson, Cello
Streicherensemble
Gävle Symphonieorchester, Jaime Martín

BIS BIS-SACD-2255, Preiscode: CD, VÖ: 7.3.2018, 7318599922553

Dan Laurin hatte die Idee, ein Konzert für die neu entwickelte „Eagle“-Blockflöte in Auftrag zu geben. Dieses klangstärkere Instrument vermag sich besser gegen ein Orchester zu behaupten als die klassische Blockflöte. Der italienische Komponist Vito Palumbo nahm sich der Sache 2013 an und schuf ein einsätziges Konzert von einer halben Stunde Spieldauer, nach Laurins Bekunden „das bei weitem schwerste Konzert das ich je gemeistert habe.“ Hier ist es zu hören in Kombination mit zwei weiteren Konzerten aus früherer Zeit. Alle drei Werke unterscheiden sich sehr im Stil und formen so ein umfassendes Portrait des Komponisten.

 

 

 

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 6 a-moll

Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä

BIS BIS-SACD-2266, Preiscode: CD, VÖ: 7.3.2018, 7318599922669

Albert Camus schrieb einmal: „Wenn ich die Katastrophe des heutigen Menschen beschreiben soll, kommt mir Musik in den Sinn – die Musik von Gustav Mahler.“ Da wird er wohl vor allem an die 6. Symphonie gedacht haben, die Bruno Walter als „schrecklich, hoffnungslos dunkel und ohne menschlichen Klang“ bezeichnetet. Und dabei war die Zeit, als Mahler dieses Werk schrieb, eine der erfolgreichsten und glücklichsten seines Lebens. Alma Mahler schrieb in ihren Erinnerungen, das die Symphonie tatsächlich weitere Schläge und Ereignisse im Leben des Komponisten vorwegnahm. So fallen im Finale die Hammerschläge wie die Schläge des Schicksals. Die Interpretation durch Vänskä und das Minnesota Orchestra folgt auf die Einspielung der 5. Symphonie, die 2018 für einen Grammy nominiert ist.

 

 

 

Vor Mozart – frühe Hornkonzerte

Christoph Förster: Konzert Es-dur
Georg Philipp Telemann: Konzert D-dur
Johann Baptist Georg Neruda: Konzert Es-dur
Leopold Mozart: Sinfonia da camera
Joseph Haydn: Konzert Nr. 1 D-dur

Alec Frank-Gemmill, Horn
Swedish Chamber Orchestra, Nicholas McGegan

BIS BIS-SACD-2315, Preiscode: CD, VÖ: 7.3.2018, 7318599923154

Mozarts Hornkonzerte sind so bekannt, dass für viele Hörer Mozart und Horn Synonyme sind. Dabei hat es längst vor Mozart Hornkonzerte gegeben, und Werke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werfen nochmal ein ganz anderes Licht auf das Instrument. Als das Horn die Bühne der klassischen Musik überhaupt erst betrat, das war im 17. Jahrhundert, geschah das im Kontext von Jagdszenen in Opern von Lully, Cavalli und anderen. Aber sehr schnell begann es sich von diesem Repertoire zu emanzipieren, wobei Dresden zu einem europäischen Zentrum avancierte. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts schrieben Förster und Neruda höchst anspruchsvolle, virtuose Konzerte. Insbesondere Neruda treibt das Horn oft in solche Höhen, dass man eher an ein Trompetenkonzert denkt.

 

 

 

Violinkonzerte

Hjalmar Borgström: Konzert G-dur op. 25
Dmitri Schostakowitsch: Konzert Nr. 1 a-moll op. 77

Eldbjørg Hemsing, Violine
Wiener Symphoniker, Olari Elts

BIS BIS-SACD-2366, Preiscode: CD, VÖ: 7.3.2018, 7318599923666

In ihrer norwegischen Heimat ist Eldbjørg Hemsing schon seit ihren Kindertagen bekannt; mit 11 Jahren hatte sie ihr Debüt mit dem Bergen Philharmonic Orchestra. Seit ihrer Studienzeit in Wien beschäftigt sie sich mit Violinrepertoire von Beethoven bis zu zeitgenössischen Komponisten. Für ihre Debüt-CD hat sie das Meisterwerk eines heute vergessenen Landsmanns ausgesucht: Hjalmar Borgström (1864-1925). Wie Grieg eine Generation vorher und wie viele skandinavische Komponisten des späten 19. Jahrhunderts studierte Borgström in Deutschland. Aber anders als Grieg, der nach seiner Rückkehr bewusst zu seinen norwegischen Wurzeln zurückkehrte, wurde Borgström ein Botschafter einer sehr deutschen Symphonik. Sein Violinkonzert wurde 1914 bei den Feierlichkeiten zur Hundertjahr-Feier der Konstitution des norwegischen Staates aufgeführt, und das klangvolle und expressive Werk hatte guten Erfolg beim Publikum. Und doch konnte es sich nicht im Violinrepertoire etablieren und blieb fast 100 Jahre unbeachtet. Hemsing kombiniert es hier mit einem der zentralen Werke des Repertoires, Schostakowitschs erstem Konzert.

 

 

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