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Neuheiten vom 2.5.2018

 

Emmanuel Durlet (1893-1977)

Sonaten für Violine und Klavier nach Kennis

Eliot Lawson, Violine
Kiyotaka Izumi, Klavier

Zed Classics ZED17002, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 191924408475

Emmanuel Durlet studierte Klavier bei Frans Lenaerts am Königlich Flämischen Musikkonservatorium und legte im Alter von 16 Jahren sein Examen mit Auszeichnung ab. Im Anschluss studierte er bei Edward Verheyden Harmonielehre, bei Lodewijk Mortelmans Komposition und ab 1912 Interpretationskunde an der Meisterschule für Klavier der königlich-kaiserlichen Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien bei Leopold Godowsky. Letzteres konnte er wegen des Kriegsausbruchs nicht zu Ende bringen und kehrte zurück in seine Heimatstadt. Ab 1918 spielte er unter anderem in zehn Aufführungen innerhalb eines zweimonatigen Zeitraums aus dem Gedächtnis alle 32 Beethoven-Sonaten. Er gab zahlreiche nationale und internationale Konzerte und Soloabende und galt als „Dichter des Klaviers“. Ab 1920 lehrte er für 39 Jahre als Professor am königlichen Antwerpener Musikkonservatorium. Er entwickelte dort die Methode „Ich werde gut Klavier spielen“ und gab sein Werk „Pianostudium und -spiel nach neuen Erkenntnissen“ heraus. Ab 1933 komponierte er eigene Werke, insgesamt etwa 50 Klavierwerke, zirka 80 kleine Klavierstücke für Jugendliche, das Konzert für Klavier und Orchester „Middeleeuwse Sproke“, das Konzert für Violine und Orchester „De kapel van Maria Magdalena extra muros“, die Sonate für Violine und Klavier „Verluchte verhalen“, eine neue Klavierfassung des Klavierkonzerts von Peter Benoit, verschiedene Werke für Klavier und andere Instrumente sowie für Gesang und Klavier und mehr als 300 dem Klavier angepassten Werke flämischer Cembalisten des 18. Jahrhunderts.

 

 

 

The Party – UK Tour 1860

Werke von Händel, Bach, Hahn, Kreisler, Bottesini, Lemmens, Franck, Bellini

Ensemble „The Party“

Zed Classics ZED18001, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 191924875138

In den 1860er reiste eine Gruppe Musiker um das Ehepaar Lemmens-Sherington,  auch bekannt als „The Party“, durch die englischen Lande. Sie besuchten nicht nur große Städte wie Manchester, Liverpool oder Leeds, sondern auch Dörfer, die man gerade noch so auf der Landkarte findet.  Manchmal gaben sie sogar zwei Konzerte am Tag mit verschiedenen Programmen. Das hervorragende Ensemble wurde für seine Arrangements bekannt. Das neue Ensemble bringt diese „Party“ wieder ins Leben, und es werden weitere Arrangements hinzukommen. Mit der „UK Tour 1860“ bringt das Ensemble ein musikalisches Programm zu Gehör, wie es seinerzeit geklungen haben mag: Eindringlich, vielseitig, leidenschaftlich, expressiv.

 

 

 

Georg Philipp Telemann

Essercizii Musici – Sonaten und Triosonaten

Florilegium

Channel Classics CCS40118, Preiscode: CG (2 CD), VÖ: 2.5.2018, 723385401186

Das 1991 gegründete Ensemble „Florilegium“ gehört zu Großbritanniens bedeutendsten Formationen für die Wiedergabe Alter Musik in historischer Aufführungspraxis, geschätzt für fundierte, aufregende und stilsichere Interpretationen. Dieses Doppelalbum mit Telemanns „Essercizii Musici“ ist Florilegiums 27. Zusammenarbeit mit Channel Classics. Gründer und Leiter Ashley Solomon sagt: „In den Werken dieser Sammlung kombiniert Telemann alte und neue Satzformen – bis hin zum galanten Stil. . Die Sammlung ist viel zu umfangreich für eine einzige Produktion. Wir haben uns erst einmal auf die Solosonaten in Kombination mit einer Gruppe von Triosonaten konzentriert, die dem Hörer einen Eindruck von den verschiedenen Stilen und Instrumentenkombinationen geben, die Telemanns einzigartigen Klangraum beschreiben und seine Musik für immer unvergesslich machen. In den nächsten Jahren werden weitere Produktionen folgen.“

 

 

 

Antonio Vivaldi

Le Quattro Stagioni, op. 8,1-4
Concerti „Il Riposo“, „L‘Amoroso“, „Il Grosso Mogul“

Brecon Baroque; Rachel Podger, Violine und Leitung

Channel Classics CCSSA40318, Preiscode: CF (SACD hybrid), VÖ: 2.5.2018, 723385403180

Welche Musik wäre wohl besser geeignet, das Jahr einzuleiten, in dem Rachel Podgers 50. Geburtstag gefeiert wird? Produzent Jonathan Freeman-Attwood sagt: „Diese unwiderstehlichen Charakterstücke haben die Ohren von Millionen Menschen erreicht. Die meisten Aufnahmen versuchen, sich möglichst dicht an die Partitur zu halten, und die Bekanntheit der Musik hat dazu geführt, dass wir nicht mehr genau hinhören und die Intentionen Vivaldis gar nicht mehr genau verfolgen. Die Zusammenarbeit mit Rachel Podger und Brecon Baroque war ein Lehrstück bei der Suche nach den Zutaten, die Vivaldis Vier Jahreszeiten zu so großartigen Werken gemacht haben. Natürlich geht es um Virtuosität, aber auch um Farben, Poesie, menschliche Wärme und Zerbrechlichkeit. Und das alles eingefangen vom dynamischen Spiel Rachels in der Interaktion mit ihren Kollegen von Brecon Baroque. Auch in den drei anderen tiefgründigen Konzerten hört man ein Ensemble, das in seiner einfachen Besetzung sehr transparent ist und es dennoch versteht, größtmögliche, dramatische Dynamik zu erzeugen, wie man sie sonst nur von größeren Formationen kennt.“

 

 

 

Giovanni Bassano (1558-1617)

Ricercare per strumenti insieme

La Guilde des Mercenaires

Encelade ECL1501, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 3760061194083

Bassano trat zuerst 1576 als Instrumentalmusiker an San Marco in Venedig in Erscheinung. Dort erwarb er schnell einen Ruf als einer der besten Instrumentalisten in Venedig. Um 1585 veröffentlichte er seine erste Schrift Ricercate, passagi et cadentie mit einer ausführlichen und genauen Beschreibung, wie bei der Transkription von Vokalmusik die Instrumentalstimmen mit Verzierungen zu versehen sind. Im selben Jahr wurde er Musiklehrer an dem dem Markusdom angeschlossenen Seminar. 1601 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Girolamo Dalla Casa der Leiter der Ausbildungsstätte. Diese Stellung behielt er bis zum Tode inne. Bassano übte sowohl als Instrumentalmusiker wie auch als musikalischer Leiter einen entscheidenden Einfluss auf die Musik der Gabrieli aus. Wahrscheinlich waren die kunstvollen Zinkpartien von Giovanni Gabrieli für ihn als Solisten gedacht. Neben der Dommusik leitete Bassano mehrere Ensembles der venezianischen Pifferari, den Kapellen aus Sackpfeifen, Flöten, Schalmeien, Flageoletten, Dulzianen und anderen Blasinstrumenten, die an anderen Kirchen von Venedig und zu festlichen Anlässen spielten. Einige von Bassanos Instrumentalwerken sind von hoher kontrapunktischer Kunstfertigkeit, die sich in den mehr zeremoniellen, homophonen Kompositionen nicht zeigt. Die Stimmführung seiner Fantasien und Ricercare ist dicht durchimitiert und zeigt komplexe motivische Arbeit. Die stilistische Ähnlichkeit seiner Motetten mit dem Frühwerk von Heinrich Schütz, der ebenfalls Schüler Gabrielis gewesen war, legt die Möglichkeit nahe, dass beide einander gekannt haben.

 

 

 

Jean-François Dandrieu (1682-1738)

Pièces de Caractère

Marouan Mankar-Bennis, Cembalo

Encelade ECL1702, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 3770008056138

Die Cembalowerke von Dandrieu gehören zu den reichsten Schätzen Frankreichs für dieses Instrument. Für seine erste CD hat der Cembalist Marouan Mankar-Bennis eine opernartige Tragödie zusammengestellt durch geschickte Auswahl aus Dandrieus Charakterstücken. Das macht Sinn, weil Dandrieu durch Dichtung zu seiner neuen Art der Behandlung des Instruments angeregt wurde und mittels einer subtilen Kombination von Klangfarben und Registrierungen das Cembalo zu einer neuen „Lyra des Orpheus“ machte.

 

 

 

Ludwig van Beethoven

Klavierkonzert Nr. 4 in Fassung für Klavier und Streichquintett
Klavierquartett op. 16

Stéphanos Thomopoulos, Klavier
Quatuor Varèse

Le Chant de Linos CL17133, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 5425016541333

Die Fassung des 4. Klavierkonzerts für Klavier und Streichquartett entstand im Frühjahr 1807, nicht lange nach der Uraufführung der Originalversion im Wiener Palast von Beethovens Förderer Prinz Lobkowitz. Der hatte ein Faible für Streicher-Kammermusik und wünschte sich daher eine entsprechende Zweitfassung des Konzerts. Beethoven übertrug die Reduktion des Orchesterparts dem angesehenen Wiener Arrangeur Franz Alexander Pössinger, einem der führenden Geiger im Hoforchester. Der Komponist schrieb sich für selbst neue, umfängliche Kadenzen. Und dennoch gelang es, die Dialogstruktur des Originals beizubehalten.

 

 

 

Musik für Cello und Klavier

Von Dohnányi: 1. Sonate B-dur op. 8
Macek: 2.
Sonate
Schumann: Adagio und Allegro op. 70
Brahms: Sechs Lieder, arrangiert von Norbert Saiter und David Geringas

Kajana Packo, Cello
Danijel Detoni, Klavier

Le Chant de Linos CL17134, Preiscode: CD, VÖ: 2.5.2018, 5425016541340

Die Cellistin studierte an den Hochschulen in Berlin und Salzburg bei Frans Helmerson und Clemens Hagen. Sie gewann mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben. 2012 gründete sie mit Diana Tishchenko und Joachim Carr das Trio Korngold, das den Boris Pergamenschikow Preis für Kammermusik in Berlin 2013 gewann. Seit 2015 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik in Leipzig.

 

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