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Neuheiten vom 9.5.2018

 

George Lewis (*1952): Assemblage

Mnemosis (2012)
Hexis (2013)
The Mangle of Practice (2014)
Assemblage (2013)

Ensemble Dal Niente

New World Records NWR80792, Preiscode: CK, VÖ: 9.5.2018, 093228079224

Lewis ist Posaunist aus dem Bereich des Avantgarde-Jazz und Edwin-H.-Case-Professor für Musik an der Columbia University in New York. Er ist auch als Komponist im Bereich der Computermusik tätig, spielt elektronische Instrumente, Sousaphon und Tuba und ist an Kunst-Installationen beteiligt. Lewis hat mehr als 120 Kompositionen veröffentlicht. Er führte seine „interdisziplinären Kompositionen“ und seine „interactive music videos“, die unterschiedliche Ausdrucksformen des Theaters mit den Möglichkeiten der Videokunst und der Technik der Computermusik verbinden, in Ost- und West-Europa, Nordamerika und Japan auf. Zu seinen Kompositionen für Computer improvisiert Lewis zum Teil auf der Posaune. Seine Intermedia-Installationen wurden in der Randolph Street Gallery in Chicago und im Pariser Musee de la Villette ausgestellt. Auf der 6. Internationalen Konferenz New Interfaces for Musical Expression (die im Juni 2006 im IRCAM, Paris, stattfand) hielt Lewis einen der Hauptvorträge. Nach Lehrtätigkeiten an der University of California, San Diego, dem Mills College, dem Art Institute of Chicago und der Simon Fraser University wurde er 2004 an die Columbia University in New York City berufen. 2007 wurde Lewis der Leiter des „Center for Jazz Studies“ an der Columbia University.

 

 

 

We, Like Salangan Swallows...

Chorwerke:
Morton Feldman: Chorus and Instruments; Voices and Instruments I & II; The Swallows of Salangan
Will Ogdon: Three Statements
Pauline Oliveros: Sound Patterns
Warren Burt: Elegy
Earle Brown: Small Pieces for Large Chorus
Robert Carl: The City

The Astra Choir, John McCaughey

New World Records NWR80794, Preiscode: CK, VÖ: 9.5.2018, 093228079422

Morton Feldman (1926-1987) nimmt eine Sonderstellung unter den amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts ein dank seiner besonderen Art der „malerischen“ Komposition. Dieses Album stellt bislang unveröffentlichte Chorwerke vor und bettet sie in eine Galerie anderer Chorkompositionen dieser Zeit ein. Davon konfrontieren zwei der fünf Werke anderer Komponisten Feldmans textlosen Gesang mit Worten (Ogdon, Carl), während die Kompositionen von Brown, Oliveros und Burt sich in unterschiedlicher Intensität einer nichtsemantischen Textdeklamation annähern.

 

 

 

Julius Eastman (1940-1990)

The Zürich Concert

Julius Eastman, Klavier

New World Records NWR80797, Preiscode: CK, VÖ: 9.5.2018, 093228079729

Diese Aufnahme ist eine Überraschung in mehrfacher Hinsicht. Eastman spielte am 25. Oktober 1980 in der Rämibühl Galerie eine 70minütige Improvisation. Klangkaskaden, kraftvolles Spiel; das Klavier scheint über die Bühne zu kriechen wie eine außer Kontrolle geratene Waschmaschine. Die Musik zieht in ihren Bann mit ständigen Wechseln zwischen Spannung und Raum. Ein Schweizer Freund des Künstlers, der Maler Dieter Hall, hatte das Konzert organisiert und auf einem Cassettendeck mitgeschnitten - unvermeidlich also ein kurzer Tonausfall, als die Cassette umgedreht werden musste.

 

 

 

Carl Philipp Emanuel Bach

Das Soloklavierwerk, vol. 36:
„Für Kenner und Liebhaber“, Sammlung 6
Sonaten, Fantasien und Rondos
„Les Folies d‘Espagne“ mit 12 Variationen

Miklós Spányi, Tangentenflügel

BIS BIS-CD-2263, Preiscode: CE, VÖ: 9.5.2018, 7318590022634

Als C. Ph. E. Bach die erste Folge seiner Sammlungen „Für Kenner und Liebhaber“ 1779 veröffentlichte, war er schon 65 Jahre alt. Die 6. und letzte Folge erschien dann 1787, ein Jahr vor seinem Tod. Auch hier arbeitet er konsequent weiter an der Fortentwicklung der drei Formen Sonate, Rondo und Fantasie. Er lockert sie auf mit abrupten Tempowechseln, disruptiven Rhythmen und „unlogischen“ Harmoniefolgen. Wobei er zunehmend einen Hang zur Kürze zeigt: die erste Sonate der Folge ist zwar dreisätzig, aber dennoch in nur fünf Minuten vorbei.

 

 

 

Rolf Martinsson (*1956): Presentiment

Open Mind, op. 71
Orchesterlieder auf Gedichte von Emily Dickinson, op. 82a
A. S. in Memoriam, op. 50b
Concerto for Orchestra, op. 81

Lisa Larsson, Sopran
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Andrew Manze, Sakari Oramo

BIS BIS-SACD-2133, Preiscode: CD, VÖ: 9.5.2018, 7318599921334

Martinsson ist einer der führenden Komponisten Schwedens; seinen internationalen Durchbruch brachte sein Trompetenkonzert „Bridge“, für Håkan Hardenberger geschrieben und von diesem für BIS eingespielt (BIS-CD-1208). Seitdem hat Martinsson für Künstler wie Martin Fröst, Anne Sofie von Otter und Christian Lindberg komponiert und arbeitet eng mit der Sopranistin Lisa Larsson zusammen. Die hat seine Orchesterlieder inzwischen schon in über 100 Konzerten gesungen.

 

 

 

Igor Strawinsky

Violinwerke vol. 2:
Pastorale; Ballade; Suite Italienne; Divertimento; Variation d‘Apollon; Violinkonzert in D; Élégie; Tango

Ilya Gringolts, Violine
Peter Laul, Klavier
Orquesta Sinfónica de Galicia; Dima Slobodéniouk

BIS BIS-SACD-2275, Preiscode: CD, VÖ: 9.5.2018, 7318599922751

Strawinskys Beziehung zur Violine begann nicht gerade vielversprechend. Zu Beginn seiner Karriere fand er Streichinstrumente „groß lediglich in ihrem billigen Ausdruck“, und Geigenvirtuosen waren ihm verdächtig. Sie neigten dazu, „sofortigen Erfolg zu suchen und sich den Wünschen des Publikums zu beugen“, meinte er. Und doch schrieb er eine ganze Reihe von Werken für Violine, oft sind es Arrangements aus Balletten.

 

 

 

Louis Spohr (1784-1859)

Drei Sonaten für Harfe und Violine, opp. 113-115

Masumi Nagasawa, Harfe
Cecilia Bernardini, Violine

BIS BIS-SACD-2302, Preiscode: CD, VÖ: 9.5.2018, 7318599923024

1805 wurde der 21 Jahre junge, brillante Geiger Louis Spohr zum Konzertmeister des Hoforchesters in Gotha bestellt. Zu dieser Zeit hatte er auch schon als Komponist auf sich aufmerksam gemacht, und während der Jahre am Gothaer Hof kamen so einige Werke für Harfe dazu, angeregt von der jungen Harfenistin Dorette Scheidler. Spohr beschrieb ihr Spiel: „Ich war so tief bewegt, dass ich kaum meine Tränen zurückhalten konnte und verlor mein Herz.“ An Dorette, die er bald darauf heiratete. Spohr begann dann, virtuose Stücke zu schreiben, die beide auf zukünftigen Konzerttourneen würden spielen können. Dorette Spohr spielte eine Einfachpedal-Harfe, wie sie auch für diese Aufnahme verwendet wurde. Sie zeichnet sich durch einen silbrig-hellen Klang aus, und diese Werke gehören zu den letzten, die für dieses Instrument geschrieben wurden – die Harfe bekam kurz darauf ein Doppelpedal und wurde dunkler und voller im Klang.

 

 

 

Kalevi Aho (*1949)

Zwei Konzerte:
Paukenkonzert (2015)
1. Klavierkonzert (1988/89)

Ari-Pekka Mäenpää, Pauken
Sonja Fräki, Klavier
Turku Philharmonic Orchestra, Erkki Lasonpalo, Eva Ollikainen

BIS BIS-SACD-2306, Preiscode: CD, VÖ: 9.5.2018, 7318599923062

Fast 30 Konzerte hat der produktive Kalevi Aho bis heute komponiert, darunter Werke für traditionelle Soloinstrumente wie Klavier, Violine oder Cello, aber auch sehr ungewöhnliche wie Theremin oder Akkordeon. Sein Ziel ist es, Konzerte für alle Instrumente zu schreiben, die im symphonischen Orchester zu finden sind – und 2015 waren die Pauken dran. Das Turkuer Orchester hatte das Werk für seinen Solopauker Ari-Pekka Mäenpää in Auftrag gegeben, und der arbeitete eng mit Aho während des Kompositionsprozesses zusammen. Das Ergebnis ist ein Konzert, das die Möglichkeiten des Instruments voll ausschöpft. Fast 30 Jahre vorher hatte Aho das 1. Klavierkonzert geschrieben, ein farbenfrohes und anregendes Werk. Die Solistin ist hier Sonja Fräki, die Ahos Musik zur Grundlage ihrer Dissertation genommen hat. Mit dieser Aufnahme sind nun schon 16 Konzerte Ahos auf BIS verfügbar.

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