Katalogkategorien

Neuheiten vom 31.10.2018

 

François Couperin

Sämtliche Werke für Cembalo

Carole Cerasi

Metronome METCD1100, PC: IA (10 CD), VÖ: 31.10.2018, 5028165110025

Anlässlich des 350. Geburtstags des Komponisten am 10. November 2018 präsentiert Metronome sämtliche Cembalowerke von François Couperin auf 10 CD in einer Box. Carole Cerasi, Preisträgerin des Gramophone Award für andere Aufnahmen großer französischer Komponisten des Barock, will mit dieser Edition einem der größten Komponisten am Hof des Sonnenkönigs Louis XIV ihre Reverenz erweisen. Mit 11 Jahren begann sie, sich mit seinen Werken zu beschäftigen und fühlt sich seiner Musik seitdem besonders verbunden. – Couperin gehörte zu einer verzweigten Musikerfamilie, vergleichbar in Deutschland der Familie Bach. Er war als Hoforganist und Cembalist angestellt und wurde noch vor Ende des 18. Jahrhunderts mit dem Ehrentitel „Le grand“ ausgezeichnet. Carole Cerasi spielt seine vier Bücher auf ausgewählten Cembali, darunter zwei bisher kaum aufgenommene historische Instrumente.

 

 

 

Kevät kerran on koittava (Der Frühling wird kommen)

Chorraritäten aus Finnland von Melartin, Crusell, Pacius, Kajanus, Järnefelt, Merikanto u.a.

Helsinki Kammerchor, Nils Schweckendiek

BIS BIS-CD-2442, PC: CE, VÖ: 31.10.2018, 7318590024423

In diesem Programm führen uns die Interpreten durch rund 80 Jahre finnischer Chormusik, beginnend in der Zeit, als sich das Großherzogtum Finnland.als Teil des russischen Imperiums bildete. Eine Nationalbewegung nahm ihren Anfang, eine Opposition gegen die politische und kulturelle Bevormundung durch Russland und Schweden. Sinnbildlich wird daher oft der Frühling besungen, mit dem die Härten des Winters enden – im übertragenen Sinn steht der Frühling für die Befreiung von politischer Unterdrückung. Das führte auch dazu, das viele populäre schwedische und deutsche Lieder ins Finnische übertragen und ihre Originale unterdrückt wurden. So auch beim frühesten Lied dieses Albums, F. A. Ehrströms „Svanen“ von 1833, dessen originaler schwedischer Text für diese Aufnahme rekonstruiert wurde.

 

 

 

Pascal Dusapin (*1955)

Soli mit Orchester:
Wenn Du dem Wind... für Mezzosopran und Orchester
Aufgang, Konzert für Violine und Orchester
À quia, Konzert für Klavier und Orchester

Natascha Petrinsky, Mezzosopran
Carolin Widmann, Violine
Nicolas Hodges, Klavier
Orchestre National des Pays de la Loire, Pascal Rophé

BIS BIS-SACD-2262, PC: CD, VÖ: 31.10.2018, 7318599922621

Dusapin hat eine Reihe von Bühnenwerken komponiert; eines der letzten war die Oper „Penthesilea“ nach dem Schauspiel von Heinrich von Kleist. Aus dieser Oper hat er die Konzertsuite „Wenn du dem Wind“ entnommen, die dieses Album eröffnet. Sie führt durch die Extreme der Liebe, des Krieges und den unerbittlichen Folgen unflexibler Gesetze. Natascha Petrinsky hat die Rolle der Penthesilea bereits bei der Uraufführung der Oper gesungen. Bei den Konzerten für Violine bzw. Klavier werden die Solisten vom Orchestre National des Pays de la Loire unter der Leitung von Pascal Rophé begleitet, die mit dem Komponisten und seiner Musik sehr vertraut sind. Dusapin und Rophé arbeiten seit den frühen 1990er Jahren zusammen; von 2014-2016 war Dusapin der composer-in-residence des Orchesters.

 

 

 

A Simple Song

Lieder von Bernstein, Copland, Ives, Mahler, Strauss, Pärt, Duruflé, Messiaen, Poulenc, Martin, Liszt, Rodgers

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran
Bengt Forsberg, Orgel

BIS BIS-SACD-2327, PC: CD, VÖ: 31.10.2018, 7318599923277

Nur wenige Sängerinnen würden wohl ein derartiges Programm von einer so großen stilistischen Vielfalt zusammenstellen. Anne Sofie von Otter versteht es, die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, zugleich sich aber den Verschiedenheiten mit Anpassung der Gesangstechnik und expressiver Ausformung zu stellen. Von Liszt über Mahler und Pärt bis zu Richard Rogders „Sound of Music“ und Leonard Bernsteins „A Simple Song“ wird die Sängerin von ihrem langjährigen Begleiter Bengt Forsberg unterstützt, hier an der Orgel anstelle des Klaviers. An verschiedenen Programmpunkten werden sie ergänzt durch Freunde wie Fabian Fredriksson, Sharon Bezaly, Margareta Nilsson, Nils-Erik Sparf. Aufgenommen wurde das Album in der St. Jacobs Kyrka in Stockholm, der Kirche, in der die junge von Otter ihre Gesangskarriere als Chorsängerin begann und in der sie zusammen mit Forsberg eines ihrer ersten öffentlichen Konzerte gab.

 

 

 

Wilhelm Stenhammar (1871-1927)

Symphonie Nr. 2 g-moll, op. 34
Serenade F-dur, op. 31

Gothenburg Symphony, Herbert Blomstedt

BIS BIS-SACD-2424, PC: CD, VÖ: 31.10.2018, 7318599924243

1953, vor 65 Jahren, hat Herbert Blomstedt erstmals das Göteborger Orchester dirigiert. Seitdem hat er immer wieder einmal die Leitung übernommen und dabei eine Vielzahl von Werken aufgeführt, bis auf Kompositionen von Stenhammar. Im Verlauf seiner internationalen Karriere hatte er nur selten Gelegenheit, sich mit diesem Komponisten zu befassen. Aber mit 85 Jahren, frei von den Verpflichtungen eines Chefdirigenten, dachte er „jetzt oder nie“ und begann, Stenhammars Partituren zu studieren. Und welches Orchester wäre für eine Einspielung wohl passender als das Göteborger, das Stenhammar selbst zwischen 1907 und 1922 dirigiert hatte. Beide hier eingespielten Werke hatte er denn auch mit diesem Orchester uraufgeführt; die Symphonie ist den Mitgliedern des Orchesters gewidmet, seinen „lieben Freunden“.

 

 

 

Zen meets Baroque

Musik für Shakuhachi und Traversflöte von van Eyck, Dowland, O‘Carolan, Verdonck und japanische Traditionals

Martina Binnig, Shakuhachi und Traversflöte

Accelerando ACC04, PC: CD, VÖ: 31.10.2018, 4251383400055

Die japanische Jinashi-Shakuhachi aus naturbelassenem Bambus und die europäische klappenlose Holztraversflöte sind denkbar schlichte Musikinstrumente, doch sie verfügen über einen wahren Kosmos an Klangfarben und berühren durch ihre Wärme und Ausdrucksstärke. Beide Flötentypen erlebten im 17. Jahrhundert eine Blütezeit: die Shakuhachi in Japan, die klappenlose Traversflöte in Europa. Das solistische Repertoire umfasst hier wie dort Tanzweisen und Volkslieder, aber auch kontemplative Kompositionen, die durch die Länge von Atemphrasen strukturiert sind. In Japan dienten Shakuhachi-Solostücke, die Honkyoku genannt werden, Mönchen zur meditativen Sammlung. Ähnliches gilt für die europäischen Psalm- und Choralmelodien. Auf der vorliegenden CD werden Honkyoku aus der Myôan-Traditionslinie europäischen Melodien gegenübergestellt, die im 17. Jahrhundert bekannt waren.

 

 

 

Padre Antonio Soler (1729-1783)

Sechs Konzerte für zwei Orgeln, R.463

Jürgen Essl, Jeremy Joseph, Orgel

Cybele CYB031802, PC: CK, VÖ: 31.10.2018, 809548018627

SACD hybrid 2.0 und 5.1, Binaural 3D

Padre Antonio Soler (1729–1783) tritt nach seinen Lebensstationen in Montserrat und Lérida ab 1752 am spanischen Hof in El Escorial, dem palastartigen Kloster bei Madrid in den Hieronymiten-Orden ein, legt 1753 das Gelübde ab und wird 1757 Kapellmeister und Organist. Er trifft dort u.a. auf Domenico Scarlatti (1685–1757), den berühmten Cembalisten und Komponisten von über 550 Cembalosonaten. Auch Soler fügt der Gattung der (meist einsätzigen) Sonate nicht weniger als 144 weitere zu. Dass die beiden in guter Verbindung standen, zeigt der Stil Soler‘s, der große Verwandtschaft zu Scarlatti aufweist, etwa in der Wiederkehr musikalischer Elemente, in der durch Wiederholungen unterteilten Form und der Verwendung spanischer Volksmusik, die uns auch in seinen 1770 entstandenen 6 Conciertos für 2 Orgeln R. 463 (145) hier und da begegnet.

Form und Inhalt legen nahe, dass es sich nicht um Musik für eine Kirche mit zwei gegenüberliegenden Orgeln handelt, sondern um höfische Unterhaltungsmusik in einem Saal des Klosters El Escorial.

In der vorliegenden SACD-Einspielung haben wir zwei historische Instrumente ausgewählt, die von überwältigender Farbigkeit sind und genügend klangliche Möglichkeiten bieten, die beiden Partien in jeder gewünschten Situation zu unterscheiden. Zudem repräsentieren die beiden Orgeln die Klangvorstellungen und den Farbenreichtum der spanischen Musik in

der Mitte des 18. Jahrhunderts in idealer Weise. Auch das Vorhandensein des Echo-Manuals und der äußeren Nave-Prospekte verleiht der Darstellung von Echos, Antworten, Continuo-Spiel eine neue Dimension. Durch die Pracht der Zungenstimmen treten die Werke so aus ihrer kammermusikalischen Ecke heraus, und die Möglichkeiten der beiden historischen Orgeln in der Catedral Metropolitana eröffnen uns den Kosmos der Partitur neu.

Es ist auch für den Hörer sehr spannend, wie die musikalischen Dialoge der Organisten sich entfalten und aufblühen in der herrlichen Räumlichkeit der Catedral Metropolitana, die sehr realistisch sowohl in 5.1ch Surround Sound als auch im 3DBinaural- Stereo-Aufnahmeverfahren eingefangen worden ist.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Das wohltemperierte Klavier, 2. Buch, BWV 870-893

Giedre Luksaite-Mrazkova, Cembalo

Arta F10232, PC: CE, VÖ: 31.10.2018, 8595017423222

Giedre Luksaite-Mrazkova ist eine litauisch-tschechische Cembalistin und Organistin. Sie studierte Orgel und Klavier an der Musikakademie in Vilnius und am Staatlichen Konservatorium in Tschaikowsky in Moskau. 1974 absolvierte sie ein Studium an der Hochschule für musische Künste in Prag.

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